The Road to Miklagard ist ein historischer Abenteuerroman des englischen Historikers und Schriftstellers Henry Treece, der im Jahr 1957 mit Illustrationen von Christine Price beim Verlag Bodley Head veröffentlicht wurde. Er ist der zweite Teil der Wikinger-Trilogie The Viking Saga, die mit dem Band Viking’s Dawn begonnen und mit Viking’s Sunset abgeschlossen wird.

Inhalt Ungefähr im Jahr 785 ist Harald Sigurdson zu einem 20-jährigen Wikinger-Krieger herangereift. Sein Vater ist mittlerweile verstorben. Harald spürt erneut das Verlangen, auf Reisen zu gehen. Als der junge dänische Prinz Arkil in seinem Dorf auftaucht, bietet sich die Gelegenheit, auf dem Wikingerschiff Seeker in See zu stechen. Die abenteuerliche Reise führt Harald und seine Mannschaft über Irland nach Spanien, wo die siegreichen Mauren ein muslimisches Königreich errichtet haben. Prinz Arkil wird auf dem Weg dorthin von dem Hünen Grummoch getötet, ehe er von den Wikingern überwältigt werden kann. Die Kraft und der Mut des Riesen imponieren den Wikingern und Grummoch wird bald darauf ein treuer Weggefährte Haralds.

In Spanien geraten die Wikinger in Gefangenschaft und werden als Sklaven an den reichen Geschäftsmann Abu Mazur verkauft. Als die Wikinger einen Verrat des Gärtners Rajik verhindern, erlangen sie das Wohlgefallen und Vertrauen ihres Besitzers, der ihnen schließlich die Aufgabe erteilt, seine schöne Tochter Marriba aufgrund der Sommerhitze mit einem Schiff auf eine nordöstlich gelegene Insel zu Verwandten zu bringen. Doch als sie gut einen Tag auf See unterwegs sind, befiehlt Marriba Harald, den Kurs Richtung Miklagard zu ändern, wo der junge Prinz Konstatin auf sie warte, um mit ihr vermählt zu werden.

Da Harald Marribas Vater einen Eid geleistet hat, alle Befehle seiner Tochter zu befolgen, steuert er das Schiff Richtung Konstantinopel. Als sie an ihrem Ziel anlangen, werden die Wikinger dort auf Befehl Konstatins gefangen genommen: Er möchte damit verhindern, dass Männer, denen es gelungen ist, Marriba ihrem Vater zu entführen, eines Tages dazu in der Lage sind, ihm selbst das schöne Mädchen abspenstig zu machen. Doch der junge und kränkliche Konstatin ist ein schwacher Regent und seine Mutter Irene setzt alles daran, selbst die Herrschaft über das oströmische Reich zu erlangen. Sie lässt ihren eigenen Sohn gefangen nehmen und in einen Kerker werfen. Auch Marriba wird eingesperrt und soll hingerichtet werden. Die Wikinger allerdings kommen frei und werden Soldaten in Irenes Wache.

Als die Pest in Konstantinopel ausbricht, bringt sich Irene auf Chrysopolis in Sicherheit und überlässt Konstantinopel seinem Schicksal. Die Stadt wird von einem aufgebrachten Mob in Brand gesteckt. Den Wikingern gelingt es, Marriba aus ihrem Gefängnis zu befreien und der Wikinger Haro wird damit beauftragt, das Mädchen zurück zu ihrem Vater zu bringen. Harald und die restlichen Wikinger fliehen ebenfalls aus der Stadt und nehmen dabei in einem großen Sack mehrere wertvolle Gegenstände aus einer von mehreren kaiserlichen Schatzkammern mit.

Mittels Schiff gelangen sie über das Schwarze Meer nach Bulgarien und von dort ins Reich der Chasaren. Lediglich zwei Männer, nämlich Harald und Grummoch, schaffen es schließlich, mit einem kleinen, aber sehr wertvollen Teil des Schatzes, in Haralds Dorf an einem norwegischen Fjord zurückzukehren. Dort erfahren sie, dass es Haro und Marriba unbeschadet nach Spanien zurückgeschafft haben und die beiden mittlerweile verheiratet sind.

Hintergrund Henry Treece beschreibt im Vorwort zum Buch das unstillbare Verlangen der Wikinger nach Schätzen, das deren Reiselust trotz aller Gefahren erklärt. Miklagard wurde damals als Goldene Stadt bezeichnet, insofern war es nur logisch, dass es Harald Sigurdson und seine Mannen in diesem Abenteuer dorthin zog.

Rezeption Janet Fisher schreibt in ihrer Buchrezension zum ersten Band der Wikinger-Trilogie: „Niemand hat so gute Bücher über Wikinger geschrieben wie Henry Treece. […] Diese großartige Heldengeschichte beschreibt die Lebensart der Wikinger und ihre eingeschworene Männergemeinschaft. Den Historiker Treece faszinierten besonders die Wanderbewegungen der Menschen im Lauf der Geschichte.“

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