Die römisch-katholische Kirche Heilig Kreuz ist ein Bauwerk in Bruchweiler-Bärenbach. Sie gehört zum Dekanat Pirmasens innerhalb des Bistums Speyer und steht unter Denkmalschutz.

Lage Die Kirche steht mit der Hausnummer 1 im Ortsteil Bruchweiler in der Gartenstraße am Ostfuß des Kirchbergs. Unmittelbar nordöstlich verläuft die Dorfstraße. Etwas weiter östlich befindet sich die Wieslauterbahn.

Geschichte Im Mittelalter entstand in Bruchweiler eine Kapelle, die spätestens Anfang des 19. Jahrhunderts baufällig war. 1821 wurde in einem Schreiben an das Bistum Speyer darauf hingewiesen, was zunächst jedoch erfolglos blieb. Die Kirche entstand um 1840 als Nachfolgebau der Kapelle, die im Mittelalter errichtet worden war. Am 11. November 1839 wurde der Grundstein für das Nachfolgebauwerk gelegt. Am 3. Oktober 1841 konsekrierte Bischof Johannes von Geissel die Kirche. 1897 wurde ein Kirchenchor gegründet, der seither bei Gottesdiensten, die an Feiertagen abgehalten werden, stets mitwirkt.

An Allerheiligen 1940 wurde der damalige Ortspfarrer Eduard Leist beim Betreten der Kirche vor dem Gottesdienst von einem Kind mit „Heil Hitler“ angesprochen, ohne dies im Sinne des Dritten Reichs zu erwidern. Da ihn ein Zeuge dieses Vorfalls deswegen anzeigte, musste er 500 Reichsmark „wegen Nichterwiderung des deutschen Grußes“ zahlen. Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg wurden auf Initiative von Leist provisorisch Flüchtlinge und Durchreisende in der Kirche beziehungsweise im Kirchturm einquartiert sowie verpflegt.

Im Jahr 1990 wurde das 150-jährige Jubiläum der Kirche gefeiert. Aufgrund ihrer seit 1994 bestehenden Orgel wird die Kirche seither oft für Konzerte genutzt. Bis Ende 2015 war sie Pfarrkirche der gleichnamigen Pfarrei Hl. Kreuz. Seit 2016 ist sie eine Filiale der in Dahn ansässigen Pfarrei Hl. Petrus.

Architektur und Innenausstattung mini|Innenraum

Die Kirche ist ein neuromanischer Saalbau mit Rundbogenfenstern. An den Wänden befinden sich Figuren unterschiedlicher Heiliger. An der Rückwand des Chors beziehungsweise hinter dem Zelebrationsaltar ist eine Kreuzigungsgruppe angebracht, bestehend aus einem großen Kruzifix sowie Statuen der Maria und des Apostels Johannes. Die Kirche besitzt eine von Orgelbau Mühleisen im Jahr 1994 gebaute Orgel, die überregional bekannt ist. Bereits zwei Jahre später musste sie nach einem Wasserschaden repariert werden. 2011 wurden ihre Zungen instandgesetzt. 2019 folgte die Renovierung durch Richard Rensch.

Literatur Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Kreis Südwestpfalz (PDF; 8,7 MB). Mainz 2023.

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Einzelnachweise

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