Verena von Beckerath (* 1960 in Hamburg) ist eine deutsche Architektin und Mitbegründerin des Architekturbüros Heide & von Beckerath in Berlin. Sie ist Professorin für Entwerfen und Wohnungsbau an der Bauhaus-Universität Weimar.
Leben und Werk Nach dem Abitur 1980 studierte sie 1980/81 französische Sprache und Kultur an der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne. 1982/83 schloss sie ein Studium der Soziologie, Kunstgeschichte und Psychologie an der Universität Hamburg an. Von 1983 bis 1990 studierte sie Architektur an der Technischen Universität Berlin und schloss mit dem Diplom ab. Danach war sie 1992 bis 1997 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität der Künste Berlin bei Adolf Krischanitz, 2010 bis 2011 Vertretungsprofessorin an der Technischen Universität Braunschweig sowie 2014 Visiting Professor an der Cornell University. Verena von Beckerath war im Jahr 2000 Stipendiatin an der Akademie Schloss Solitude und 2013 an der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo. Seit 2016 ist sie Professorin für Entwerfen und Wohnungsbau an der Bauhaus-Universität Weimar.
Von Beckerath bearbeitete in den Jahren 1990 bis 1995 Projekte selbstständig und mit unterschiedlichen Partnern. 1996 bis 2008 führte sie gemeinsam mit Tim Heide und Andrew Alberts ein gemeinsames Büro. Nach dem Ausscheiden von Andrew Alberts firmiert das Architekturbüro als Heide & von Beckerath.
Forschungsschwerpunkt Verena von Beckerath erforscht die Gestaltung von öffentlichen und privaten Räumen vor dem Hintergrund der sozialen und ökologischen Transformation. Architektur wird dabei als kulturelle Praxis verstanden, deren nachhaltigen Gestaltung vielfältig verhandelt wird. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Architektur des Wohnens.
Projekte (Auswahl)
Zwei Wohnhäuser in Altglienicke, Berlin Treptow-Köpenick, 1997 Apartmenthaus am Kurfürstendamm, Berlin-Charlottenburg, 2006 Haus im Oderbruch, Ortwig, 2009, ausgezeichnet mit den BDA-Preis 2012, Auszeichnung guter Bauten im Land Brandenburg Flottwell Zwei, Berlin, 2011, Auszeichnung BDA Preis Berlin 2012 R50 – cohousing, Berlin, 2010–2013, Heide & von Beckerath mit ifau und Jesko Fezer Integratives Bauprojekt am ehemaligen Blumengroßmarkt (IBeB), 2012–2018, Heide & von Beckerath mit ifau, Auszeichnung BDA Preis Berlin 2018 Gropiusallee 53–55, Dessau-Roßlau, 2015–2018, Heide & von Beckerath Biobank, Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, Charité Campus Berlin-Buch, 2016, Heide & von Beckerath Umspannwerk Sellerstraße, 2017, Heide & von Beckerath Paul-Zobel-Straße 10, Berlin, 2016–2019, Heide & von Beckerath Spiegelfabrik, Fürth, 2016–2021, Hybridbau (Beton/Holztafelbau), Heide & von Beckerath
Akademische Mitarbeiter
Niklas Fanelsa
Mitgliedschaften
Bund Deutscher Architektinnen und Architekten
Veröffentlichungen (Auswahl)
Mies-van-der-Rohe-Komplex, 2. Folge, in: Arch+: Das Verschwinden der Architektur, August 1988, 95, Seite 20–21. Who's Afraid of. In: Ideale Realitäten 1992-97, Konferenzschrift, Lehrgebiet für Stadterneuerung und Entwerfen, Hochschule der Künste Berlin, Verlag: Die Hochschule, Berlin, 1997, ISBN 978-3-89462-057-8, S. 118–122. Cluster: Eigenheime für Berlin, in: Urbane Strategien, Daidalos Nummer 72, 1999, S. 86–91, ISSN 0721-4235 als Herausgeberin mit Barbara Schönig (Hrsg.): Drei Zimmer, Küche, Diele, Bad. Eine Wohnung mit Optionen, Jovis, 2022, ISBN 978-3-86859-705-9 als Herausgeberin: A room with a view, Monroe Books, Berlin, 2023, ISBN 978-3-946950-15-8 Not Quite But Close, in: Heike Hanada (Hrsg.): fragmental_, Verlag der Buchhandlung Walther König, 2024, ISBN 978-3-7533-0785-5, S. 138–149.
Weblinks
Webauftritt Heide & von Beckerath
Einzelnachweise
Kategorie:Architekt (Berlin) Kategorie:Hochschullehrer (Bauhaus-Universität Weimar) Kategorie:Mitglied des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1960 Kategorie:Frau