Die Beachvolleyball-Afrikameisterschaften sind von der Confédération Africaine de Volleyball (CAVB) veranstaltete Turniere zur Ermittlung der Afrikameister der Frauen und Männer. Aktuelle Titelträger nach der Austragung 2026 sind die Nigerianerinnen Esther Mbah und Pamela Bawa sowie die Marokkaner Zouheir Elgraoui und Soufiane El Gharouti.

Geschichte Das erste Event wurde 2015 in Tunesien ausgetragen. Die folgenden beiden Turniere fanden nach jeweils zwei Jahren statt, bevor ab 2019 der Zyklus auf einen Drei-Jahres-Rhythmus verlängert wurde und die sechste AM 2026 bereits ein Jahr nach der fünften veranstaltet wurde. Erfolgreichster Sportler bis einschließlich 2026 ist der Marokkaner Zouheir Elgraoui mit vier Titeln und einer Vizemeisterschaft. Dahinter folgen seine Landsleute Mohamed Abicha mit drei Meisterschaften und Mahassine Siad, die zweimal bei den Frauen gewonnen hat und zwei weitere Male im Finale stand sowie Soufiane El Gharouti mit zwei Siegen. Imane Zeroual liegt mit einem Sieg und einem zweiten Platz noch vor den besten Beachvolleyballerinnen aus anderen Ländern. Charlotte Nzayisenga aus Ruanda sowie die Nigerianerinnen Esther Mbah und Pamela Bawa konnten je einen Sieg und eine Bronzemedaille erkämpfen.

Eine Extramotivation für die Teilnehmer ergab sich aus der Tatsache, dass bei einigen Turnieren die vier männlichen und weiblichen Halbfinalisten für die im gleichen Jahr stattfindende Weltmeisterschaft qualifiziert waren. 2026 wurden dagegen nur die Siegerteams mit einem Startplatz für ihr Land bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles belohnt.

Turniere 2015 in Tunesien Austragungsorte: Tunis, La Goulette

Frauen Platz Nation Namen 1 Ikram Ettayfi / Mahassine Siad 2 3 Randy Williams / Palesa Sekhonyana 4 Meriem Boucheta / Louiza Bayou Männer Platz Nation Namen 1 Mohamed Naceur / Choaib Belhaj 2 Grant Goldschmidt / Leo Williams 3 Seidu Ajanako / Jonathan Sarpong 4 Usama Eltranisy / Ayman Shoukry Das Frauenfinale gewann das marokkanische Duo gegen Nigeria mit 21:12, 22:24, 15:11. Südafrika behielt im Duell um den dritten Platz gegen Algerien die Oberhand.

Das Männerendspiel endete mit dem Zweisatzsieg von 21:18, 21:18 für Tunesien gegen Südafrika. Das kleine Finale entschied Ghana gegen Ägypten für sich.

2017 in Mosambik Austragungsort: Maputo

Frauen Platz Nation Namen 1 Charlotte Nzayisenga / Denyse Mutatsimpundu 2 Mahassine Siad / Imane Zeroual 3 Gaudencia Makokha / Naomie Too 4 Liocádia Manhiça / Vanessa Muianga Männer Platz Nation Namen 1 Mohamed Abicha / Zouheir Elgraoui 2 Jamaine Naidoo / Leo Williams 3 Aldevino Nguvo / João Tovela 4 Patrick Lombi / Abu Kamara Den ersten Platz bei den Frauen sicherte sich Ruanda durch ein 2:1 (15:21, 21;16, 15:13) gegen Marokko. Dritte wurden die Kenianerinnen durch den 21:11-, 22:20-Erfolg über Mosambik.

Den Titel bei den Männern gewann Marokko. Südafrika hatte durch das 14:21, 19:21 im letzten Spiel das Nachsehen. Zuvor hatte Mosambik durch das 22-24, 21-18, 15-12 gegen Sierra Leone den letzten Platz auf dem Podest erkämpft.

2019 in Nigeria Austragungsort: Abuja

Frauen Platz Nation Namen 1 Doaa Elghobashy / Farida El Askalany 2 Liza Bonne / Nathalie Létendrie 3 Charlotte Nzayisenga / Benitha Mukandayisenga 4 Tochukwu Nnoruga / Fransica Ikhiede Männer Platz Nation Namen 1 Mohamed Abicha / Zouheir Elgraoui 2 Patrick Kavalo / Olivier Ntagengwa 3 Aldevino Nguvo / Delcio Soares 4 Ishmail Bangura / Ibrahim Kamara Zum ersten Mal bei den Kontinentalmeisterschaften der Frauen stand Ägypten auf dem Treppchen, und das gleich auf der obersten Stufe, denn Mauritius verlor das Finale mit 19:21, 9:21. Die Siegerin der zweiten Austragung aus Ruanda mit einer neuen Partnerin sicherte sich Bronze durch ein 21:18, 21:16 über Nigeria.

Zum zweiten Mal Afrikameister wurden die Marokkaner Mohamed Abicha und Zouheir Elgraoui. Sie gewannen das Endspiel gegen das Team aus Ruanda in zwei Sätzen mit 21:15 und 21:16. Die Athleten aus Mosambik erwiesen sich im Spiel um den dritten Rang mit einem 21:17, 21:15 als die Stärkeren gegenüber Sierra Leone.

2022 in Marokko Austragungsort: Agadir

Frauen Platz Nation Namen 1 Imane Zeroual / Nora Darrhar 2 Mahassine Siad / Imane Yakki 3 Vanessa Muianga / Ana Sinaportar 4 Rofiat Mustapha / Esther Mbah Männer Platz Nation Namen 1 Mohamed Abicha / Zouheir Elgraoui 2 Ainadino Martinho / Jorge Monjane 3 José Mondlane / Osvaldo Mungoi 4 Sekao Jack / George Chiswanisoby Die insgesamt sechs Medaillen bei den Frauen- und Männerwettbewerben teilten sich zwei Nationen, wobei Marokko deutlich erfolgreicher war als Mosambik. Sowohl Mohamed Abicha / Zouheir Elgraoui nach dem Finalsieg von 21:19, 21:15 mit ihrem dritten Titelgewinn in Serie als auch Imane Zeroual / Nora Darrhar aus dem Maghrebland belohnten sich für ihre herausragenden Leistungen mit Gold. Hinzu kam Silber bei den Frauen für Mahassine Siad / Imane Yakki, die das Endspiel mit 14:21, 19:21 gegen ihre Landsfrauen verloren hatten.

Für den Staat aus Südostafrika blieb ebenfalls Silber für die Männer Ainadino Martinho / Jorge Monjane. Bronze bekamen Vanessa Muianga / Ana Sinaportar nach ihrem 21:9-, 21:13-Erfolg gegen die Nigerianerinnen sowie für Jose Alberto Mondlane / Osvaldo Mungoi nach dem 21:12 und 21:18 gegen Botswana

2025 in Marokko Austragungsort: Martil

Frauen Platz Nation Namen 1 Mahassine Siad / Dina El Ghazoui 2 Vanessa Muianga / Mércia Mucheza 3 Pamela Bawa / Esther Mbah 4 Marwa Magdy / Nada Hamdy Männer Platz Nation Namen 1 Soufiane El Gharouti / Amine Sabir 2 Zouheir Elgraoui / Ilyas Lazaar 3 José Mondlane / Osvaldo Mungoi 4 Koffi Kotoka / Kuamivi Samani Wie schon drei Jahre vorher, gewann Marokko auch 2025 zwei Gold- und eine Silbermedaille. Im Männerendspiel triumphierten Soufiane El Gharouti und Amine Sabir nach einem hart erkämpften 17:21, 21:18, 15:10 über ihre Landsleute Iliyas Lazar und Zouheir El Graoui, der damit seinen vierten Titel knapp verpasste. Mosambiks Jose Alberto Mondlane und Osvaldo Mungoi behielten die Oberhand im kleinen Finale mit 21-15, 21-14 über Togos Koffi Kotoka und Kuamivi Samani.

Bei den Frauen erreichte Mahassine Siad zehn Jahre nach dem ersten Mal ihren zweiten Meistertitel. Diesmal besiegte sie gemeinsam mit Dina El Ghazoui Vanessa Muianga und Mercia Mucheza aus Mosambik mit 21-15, 23-21. Bronze ging an Nigeria. Verantwortlich dafür waren Pamela Bawa und Esther Mbah, die die Ägypterinnen Marwa Magdy und Nada Hamdy in drei Durchgängen mit 21-14, 20-22 und 15-09 bezwangen.

2026 in Ägypten Austragungsort: Alexandria

Frauen Platz Nation Namen 1 Esther Mbah / Pamela Bawa 2 Alexandra Erhart / Nora Darrhar 3 Vanessa Muianga / Ana Sinaportar 4 Marwa Magdy / Doaa Elghobashy Männer Platz Nation Namen 1 Zouheir Elgraoui / Soufiane El Gharouti 2 Kallouche Mohamed-Islem / Ayyoub Dekkiche 3 Amine Lengliz / Adem Elmeddeb 4 Carlos Muondo / Eduardo Afonso Auch in diesem Jahr war Marokko bei den Männern nicht zu schlagen. Zouheir Elgraoui / Soufiane El Gharouti konnten weder von Amine Lengliz / Adem Elmeddeb im Halbfinale noch von Kallouche Mohamed-Islem / Ayyoub Dekkiche im Endspiel gestoppt werden. Die Algerier hatten zuvor die Angolaner Carlos Muondo / Eduardo Afonso bezwungen, die sich im kleinen Finale auch gegen die Tunesier geschlagen geben mussten.

Den totalen Triumph Marokkos verhinderten die Nigerianerinnen Esther Mbah / Pamela Bawa, die in der Vorschlussrunde Vanessa Muianga / Ana Sinaportar und im Finale die Marokkanerinnen Alexandra Erhart / Nora Darrhar besiegten, die sich zuvor gegen die Ägypterinnen Marwa Magdy / Doaa Elghobashy durchgesetzt hatten. Das Duell um Bronze gewannen die Mosambikerinnen.

Weblinks Homepage der CAVB

Einzelnachweise

Kategorie:Erstveranstaltung 2015