mini|Erzherzogliche Treppe zum Gang für die Unterquerung der Gleise
Der heutige Haltepunkt und frühere Bahnhof Miramare in Triest liegt an der ehemaligen österreichischen Südbahn und gehört heute zum Netz der Ferrovie dello Stato Italiane (FS).
Nicht zu verwechseln ist der Haltepunkt Miramare in Triest mit dem Haltepunkt Rimini Miramare an der Bahnstrecke Bologna–Ancona in Rimini.
Geografische Lage Der Haltepunkt Miramare liegt im Streckenkilometer 7,0 und ist der zum Bahnhof Trieste Centrale nächstgelegene Halt an der Strecke. Er liegt in deren kurvenreichen Abschnitt zwischen Triest und Villa Opicina, in dem die Strecke entlang eines steil abfallenden Berghanges einen Höhenunterschied von nahezu 300 m überwindet.Schweers: Eisenbahnatlas, S. 27. Die Platzverhältnisse für die Anlage eines Bahnhofs waren hier beengt.
Geschichte Der Anlass, hier überhaupt einen Bahnhof zu errichten, liegt in dem Park und Schloss Miramare, die zwischen 1856 und 1860 für Erzherzog Ferdinand Maximilian von Österreich und seine Frau, Charlotte von Belgien, unmittelbar unterhalb des Bahnhofs an der Adriaküste entstanden. Da der Erzherzog damals selbstverständlich mit der Bahn an- und abreiste, brauchte er einen Bahnhof. Der war zunächst nicht-öffentlich und ausschließlich dem Erzherzog und seinen Gästen vorbehalten.Stazione di Miramare auf Triestmetro; abgerufen am 24. Oktober 2025.
Der Bahnhof wurde später betrieblich zu einem Haltepunkt zurückgebaut. Der ist nur etwa 150 m vom Parkeingang entfernt. Am Haltepunkt Miramare halten heute ausschließlich Züge der Verbindung Triest–Gorizia–Udine–Venedig/Tarvisio.Fahrplan für den Haltepunkt Miramare (Weblinks).
Gebäude Bedeutend ist der Haltepunkt Miramare heute vor allem wegen des erhaltenen Fürstenbahnhofs. Er besteht aus einem kleinen Wartesaal-Gebäude, das über eine hölzerne Galerie mit einer Treppe verbunden ist. Die Treppe führt zum tiefer liegenden Fußgängertunnel, der die Bahngleise unterquert. Durch den Tunnel wird die ebenfalls tiefer gelegene Straßenebene erreicht. Die Anlage ist öffentlich nicht zugänglich. Für Reisende besteht ein zweiter, kleinerer Fußgängertunnel. Der Fürstenbahnhof wurde in den 1970er Jahren renoviertFAI – Fondo per l'ambiente italiano (Weblinks). und die Wisteriapflanzen entfernt, die die Holzteile der Anlage überwucherten und sie zu zerdrücken drohten. Das Wartesaal-Gebäude wird heute von Mitarbeitern des Zentrums für theoretische Physik genutzt.Info-Tafel vor dem Bahnhof.
Literatur Hans Schweers (Hg.): Eisenbahnatlas Italien und Slowenien / Atlante ferroviario d’Italia e Slovenia. Schweers + Wall, Köln 2010. ISBN 978-3-89494-129-1
Weblinks
Rete Ferroviaria Italiana: Trieste Miramare: un simbolo della storia ferroviaria e culturale del Friuli-Venezia Giulia. FAI – Fondo per l'ambiente italiano ETS: Stazione Ferroviaria di Miramare. Trieste. Fahrplan für den Haltepunkt Miramare
Einzelnachweise
Kategorie:Verkehrsbauwerk in Triest Kategorie:Schienenverkehr (Friaul-Julisch Venetien) Kategorie:Erbaut in den 1850er Jahren Miramare