mini|Jan Woltjer (1926) Jan Woltjer (* 3. August 1891 in Amsterdam; † 28. Januar 1946 in Leiden) war ein niederländischer Astronom.
Leben Jan Woltjer wurde am 3. August 1891 als Sohn des Professors für klassische Sprachen Jan Woltjers in Amsterdam geboren. Wegen dieser Namensgleichheit trägt sein Name oft den Zusatz Jr. Er studierte Astronomie an den Universitäten von Amsterdam und Leiden und wurde 1918 mit der Dissertation Investigations in the theory of Hyperion (Untersuchungen in der Theorie über Hyperion) unter Willem de Sitter an der Universität Leiden promoviert. Seit 1913 war er mit der Sternwarte Leiden verbunden, ab 1919 war er auch Dozent an der Universität Leiden und blieb dort bis zu seinem Lebensende. Nach seiner Doktorarbeit beschäftigte er sich zunächst weiter mit Himmelsmechanik, besonders mit der Hyperionbahn, aber auch der Enceladusbahn und anderen Monden. Dann änderte sich sein Interesse Mitte der zwanziger Jahre in Richtung Astrophysik. Insbesondere beschäftigte er sich mit der Pulsationstheorie der Cepheiden und leistete Beiträge zum Verständnis der veränderlichen Sterne RR Lyrae und Zeta Geminorum. Seine letzte Publikation beschäftige sich mit Cepheiden, sie erschien posthum und wurde von Jan Hendrik Oort zu Ende gebracht.
Woltjer war mit Hillegonda Hester de Vries verheiratet, das Paar hatte vier Kinder Anna, Margo, Jan Juliaan und Lodewijk. Der letztgenannte Sohn war ebenfalls Astronom. Geschwächt durch die Folgen der niederländischen Hungersnot 1944/45 starb Jan Woltjers am 28. Januar 1946 im Alter von 54 Jahren.
Ehrungen Der 1960 entdeckte Asteroid (1795) Woltjer ist nach Jan Woltjer benannt. Im Jahre 1970 benannte die Internationale Astronomische Union den Mondkrater Woltjer offiziell nach Jan Woltjer.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Astronom (20. Jahrhundert) Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden Kategorie:Person als Namensgeber für einen Mondkrater Kategorie:Niederländer Kategorie:Geboren 1891 Kategorie:Gestorben 1946 Kategorie:Mann