Historische Ansicht von Schloss Kerklingen|mini Schloss Kerklingen (Ķerkliņu muiža) ist eine Schlossruine in Ķerkliņi in der Bezirksgemeinde Saldus () in Lettland.
Geschichte Um 1575 verpachtete Herzog Gotthard Kettler Land in der Nähe des Kerkliner Sees, wo ein nach dem See benanntes Herrenhaus errichtet wurde. 1718 ging das Herrenhaus in den Besitz von Friedrich Casimir von Kleist über, dessen Familie es bis 1920 besaß. Während ihrer Zeit im Besitz der Familie Kleist wurde die Burg zweimal umgebaut. Eine mittelalterliche Vasallenburg Kerklingen, von der eine Tradition wissen will, hat laut dem deutschbaltischen Architekten und Architekturschriftsteller Heinz Pirang nie existiert. Nach 1954 war Ķerkliņi fast 40 Jahre lang ein sowjetischer Flugplatz und die Gebäude wurden durch in der Nähe abgeworfene Bomben beschädigt. Heute zeugen nur noch Ruinen vom Bau.
Architektur Der schlichte Baukubus wurde von zwei nach mittelalterlicher Art übereck gestellten Rundtürmen mit Treppenhäuser flankiert. Ein für das kleine Gebäude viel zu großer Saal nahm fast das halbe Hauptgeschoss ein. Das hohe Mansarddach stammte nicht aus der ursprünglichen Bauzeit.
Literatur Heinz Pirang: Das baltische Herrenhaus, Band 1, Harro v. Hirschheydt, Riga: Jonck & Poliewsky, 1926, Nachdruck 1976.
Einzelnachweise
Kategorie:Bezirk Saldus Kategorie:Ruine in Lettland Kategorie:Schlossruine Kategorie:Schloss in Lettland Kategorie:Erbaut im 16. Jahrhundert Kategorie:Zerstört im 20. Jahrhundert