Lorenz Stucki (* 22. Dezember 1922 in Bern; † 11. April 1981 in Lugano) war ein Schweizer Journalist, Publizist und Buchautor.
Leben Lorenz Stucki stammte aus der Berner Beamtenelite. Er wurde als Sohn des Botschafters und FDP-Politikers Walter Stucki und dessen Frau Gertrud, einer Tochter des Chefarztes am Inselspital, Hermann Sahli, geboren. Sein vier Jahre älterer Bruder Jürg Stucki, der Musiker war, starb bereits 1943. Die Pädagogin und Frauenrechtlerin Helene Stucki war seine Tante. Wie sein Bruder hatte er eine Neigung zur Musik, er galt als Musikfreund.
Nach seiner Schulzeit in Bern studierte Lorenz Stucki in Wien und Genf und machte anschliessend am Max Reinhardt Seminar in Wien eine Ausbildung zum Regisseur, daneben war er bereits journalistisch tätig, eine Beschäftigung, die er bald zum Hauptberuf machte. Später wurde er Chefredaktor der bürgerlichen aber damals weniger rechtslastigen Weltwoche, Herausgeber der Zeitschrift Der Monat und schrieb für die Neue Zürcher Zeitung, Die Zeit, den Tagesspiegel und die Salzburger Nachrichten.
Er verabschiedete sich aber von der Zeitungsarbeit und wurde Reiseschriftsteller. Nach Anfängen in Kanada und den USA schon Mitte der 1950er Jahre, knüpfte der Japanisch sprechende Stucki Beziehungen zu Ost- und Südostasien und besuchte das kommunistische Kuba und weitere Länder in Lateinamerika. Zum bekannten und in vielen Schweizer Haushalten vertretenen Autor machte ihn jedoch vor allem das bis zu seinem Tod 1981 in sieben Auflagen beim Huber Verlag erschienene Buch Das heimliche Imperium. Wie die Schweiz reich wurde.
Schriften Im Greyhound durch Amerika, 1955 Gefährdetes Ostasien, 1959 Gebändigte Macht, gezügelte Freiheit. Leitfaden durch die Demokratie China – Land hinter Mauern, 1964 So entstand die Gegenwart. Weltgeschichte von Versailles bis heute, 1968 Das heimliche Imperium. Wie die Schweiz reich wurde, 1968 Brennpunkt Ostasien Kontinent im Aufbruch. Südamerika auf dem Weg ins 21. Jahrhundert, 1971 Lob der schöpferischen Faulheit. Chancen und Probleme der Freizeitgesellschaft in Westeuropa und Amerika, Scherz Verlag, Bern 1973 Alt werden mit uns. Modelle für das Dritte Leben, Benziger Verlag, Einsiedeln 1975 Japans Herzen denken anders. Die alternative Art, modern zu sein. Was wir von der einzigen nicht westlichen Industriegesellschaft lernen können, Scherz Verlag, Bern 1978 Yuriko. Roman einer Begegnung, Huber Verlag, Frauenfeld 1979 Swissair. Porträt einer erstaunlichen Fluggesellschaft, Huber Verlag, Frauenfeld 1981
Einzelnachweise
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