mini|hochkant|Bildstock westlich von Letzenhof
Der Bildstock westlich von Letzenhof, einem Gemeindeteil der Kreisstadt Kronach, ist ein als Baudenkmal geschütztes Kleindenkmal im oberfränkischen Landkreis Kronach.
Beschreibung Das aus Sandstein angefertigte Flurdenkmal steht rund 150 Meter westlich der Einöde Letzenhof neben der Gemeindeverbindungsstraße nach Glosberg.
Der Sockel des Bildstocks, der an der Nordseite von einer Eisenstange gestützt wird, ist konkav-konvex geformt und trägt an seiner Südseite die Inschrift „Hannß Geiger Anno 1742“. Auf dem Sockel steht ein unterteilter Pfeilerschaft mit ionischem Kapitell. Die kleinen Felder des Pfeilers sind mit Rosetten verziert, die großen zeigen reliefiertes Rankenwerk. Das große Feld an der Südseite trägt zusätzlich die beiden Inschriften „Michael Förtsch 1828“ und darunter „Barbara Förtsch 1894“. Der Aufsatz des Bildstocks wird von eingezogenen Rundbögen geschlossen. Die Bögen und die Basis des Aufsatzes sind mit Friesen verziert. Die Reliefs an den vier Seiten zeigen an der Südseite die heilige Barbara, in Richtung Osten die Trinität, gegen Norden die heilige Kunigunde und gegen Westen die Glosberger Muttergottes. Eine Marienstatue in dem nordwestlich gelegenen Wallfahrtsort soll 1727 mehrmals blutige Tränen geweint haben, weshalb dieses Motiv auf zahlreichen Bildstöcken im Frankenwald zu finden ist. Die Bekrönung des Bildstocks, vermutlich ein Steinkreuz, ist abgegangen.
Der Erzählung nach soll sich der am Sockel genannte Hannß Geiger nachts verlaufen und die Glosberger Muttergottes um Hilfe angefleht haben. Kurze Zeit später hörte er die Kirchenglocken von Glosberg, die ihm den Weg wiesen. Aus Dankbarkeit für seine Rettung ließ er den Bildstock errichten.
Literatur
Weblinks , Aktennummer D-4-76-145-355
Einzelnachweise
Kategorie:Baudenkmal in Kronach Letzenhof Kategorie:Erbaut 1742 Kategorie:Sandsteinskulptur Kategorie:Heiligenrelief