Cécile Guéret-Séreguet (geb. 1954) ist eine Aktivistin und Politikerin in der Zentralafrikanischen Republik. Sie war von 2000 bis 2003 Bürgermeisterin (Mayor) von Bangui.Richard Bradshaw: Historical Dictionary of the Central African Republic. (Juan Fandos-Rius, 1971–) Lanham, Maryland ISBN 978-0-8108-7991-1

Als Gewerkschafterin und Verfechterin der Frauenrechte war sie zuvor Präsidentin sowohl der General Union of Central African Workers (Union Syndicale des Travailleurs de Centrafrique, Allgemeine Union der zentralafrikanischen Arbeiter), als auch der feministischen Organisation Organisation des Femmes de Centrafrique (Organisation der Frauen Zentralafrikas, OFCA).

Aktivistin für Gewerkschaften und Feminismus Guéret schloss sich 1979 der zentralafrikanischen Arbeiterbewegung an und wurde zu einer prominenten Führungsfigur.

Als Mitglied des nationalen Büros der Union of Central African Workers (Union der Zentralafrikanischen Arbeiter, USTC) wurde sie am 9. Juli 1991 aufgrund ihrer gewerkschaftlichen Tätigkeit unter Präsident André Kolingba verhaftet und ohne Gerichtsverfahren festgehalten. Im Jahr 2000 wurde sie Präsidentin der UGTC. Guérets gewerkschaftliches Engagement umfasste Reisen durch das ganze Land, um Arbeiterinnen zur gewerkschaftlichen Organisierung zu ermutigen.Sylvain Bayalama: Pluralism and Political Change in Central Africa. In: Africa Today. vol. 38, is. 3, 1991: S. 66–71. } ISSN 0001-9887

Ihr feministischer Aktivismus führte 2015 zu ihrer Ernennung zur Präsidentin der Organisation des Femmes de Centrafrique (OFCA). Im selben Jahr wurde sie von Präsidentin Catherine Samba-Panza in die Vorbereitungskommission des Bangui National Forum (Nationales Forum von Bangui) berufen.

Bürgermeisterin von Bangui Guéret wurde von Präsident Ange-Félix Patassé im Februar 2000 zur Bürgermeisterin (maire) von Bangui, der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik, ernannt und gehörte damit zu den wenigen Frauen, die in dem Land ein solches Amt bekleidet haben. Sie war drei Jahre lang, bis 2003, Bürgermeisterin, als Präsident François Bozizé sein Amt antrat und seinen Neffen Jean-Barkès Gombé-Ketté zu ihrem Nachfolger ernannte. Guéret wurde daraufhin für einige Monate inhaftiert, später aber wieder freigelassen.

Einzelnachweise

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