Alphonsine Marie Yangongo-Boganda (* 2. August 1949, Bobangui, Ubangi-Schari) ist eine Beamte und Politikerin in der Zentralafrikanischen Republik.

Leben Jugend und Ausbildung Sie gehört zum Volk der MbakaRichard Bradshaw, Juan Fandos Rius: Historical Dictionary of the Central African Republic. Historical Dictionaries of Africa. Rowman & Littlefield, Lanham 2016: S. 648. und wurde am 2. November 1949 in Bobangui als Tochter von Barthélemy Boganda geboren, wobei Boganda sie niemals offiziell anerkannte.Klaas van Walraven: The Diaries of Barthélémy Boganda, Priest and Politician in French Equatorial Africa (1910–1959). In: History in Africa. 2017, vol. 44: S. 254. und von Marceline Remandazou. Ihre Eltern trennten sich und sie wurde von ihrer Stiefmutter, Michelle, aufgezogen. Aufgrund des angespannten Verhältnisses zu ihrer Stiefmutter lebte sie jedoch heimlich bei ihrem Onkel in Bambari. 1962 nahm David Dacko Alphonsine zu sich, und sie wurde ihrem Onkel väterlicherseits, Norbert Yangongo, zur Erziehung übergeben. Sie absolvierte eine Sekretariatsausbildung am Lycée technique in Bangui.

Karriere Nach ihrem Schulabschluss trat Alphonsine am 4. Januar 1968 in den öffentlichen Dienst ein und wurde als Sekretärin im Gesundheitsministerium eingesetzt.

Alphonsine begann ihre politische Karriere mit dem Beitritt zur Mouvement pour la Démocratie et le Développement (MDD). Sie kandidierte 1998 für die MDD bei den Parlamentswahlen im 3. Arrondissement und gewann einen Sitz im Parlament. In der Nationalversammlung gehörte sie der Opposition an und war Mitglied des Ausschusses für Bildung und Soziales. Im Februar 1999 erstattete sie Anzeige gegen die Zentrale Behörde für Kriminalprävention (Crime Prevention Central Agency, OCRB), die eine unerlaubte Hausdurchsuchung wegen angeblichen illegalen Waffenbesitzes durchgeführt hatte. Später zog sie die Anzeige zurück, nachdem sich der Leiter der OCRB entschuldigt hatte.

Später verließ sie die MDD und schloss sich dem Mouvement pour l’évolution sociale de l’Afrique noire (MESAN) an. Aufgrund ihrer Unterstützung für die Kandidatur von Olivier Gabirault bei den Parlamentswahlen 2005 wurde sie jedoch aus der Partei ausgeschlossen. Während des Wahlkampfs 2005 fungierte sie als Gabiraults Wahlkampfleiterin.

Alphonsine lebt derzeit in Frankreich.

Ehrungen 70px, Chevalier des Ordre du Mérite centrafricain – 7. November 1975.

Literatur Klaas van Walraven: The Diaries of Barthélémy Boganda, Priest and Politician in French Equatorial Africa (1910–1959). In: History in Africa. 2017, vol. 44.

Einzelnachweise

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