mini|alt=Célia Pósser. Porträt einer Frau mit braunen, strubbeligen kurzen Locken und einer dick-geränderten Brille vor der Flagge von São Tomé und Príncipe.|Célia Pósser Célia Posser ist eine Rechtsanwältin und Politikerin in São Tomé und Príncipe. Sie war von 2005 bis 2006 im Kabinett von Premierministerin Maria do Carmo Silveira als Staatssekretärin für öffentliche Verwaltung und soziale Kommunikation (Secretária de Estado da Administração Pública e Comunicação Social) tätig. Nach ihrem Ausscheiden aus der Regierung blieb sie im Land, um weiterhin als Anwältin zu arbeiten, und wurde im März 2017 zur Vorsitzenden der nationalen Anwaltskammer (associação nacional de advogados) gewählt.
Karriere Célia Posser war von 2005 bis 2006 Staatssekretärin für öffentliche Verwaltung und soziale Kommunikation in der 10. Regierung von São Tomé und Príncipe unter Premierministerin Maria do Carmo Silveira. Während ihrer Regierungszeit leitete sie die Privatisierung der staatlichen Radio- und Fernsehsender ein und vergab die ersten beiden privaten Radiosenderlizenzen des Landes. Posser vertrat São Tomé und Príncipe auch bei den Verhandlungen mit Angola im Jahr 2005 zur Verbesserung der Zusammenarbeit in den Bereichen Verteidigung, Transport, Fischerei und Kommunikation sowie zur Erörterung des Erlasses von Schulden in Höhe von 21 Mio. Dollar gegenüber Angola. Sie war außerdem Präsidentin des Obersten Presserats des Inselstaates (der Presseaufsichtsbehörde).
Posser arbeitet seit 2007 als Anwältin in São Tomé und Príncipe. Sie war außerdem Präsidentin der Menschenrechts- und Genderplattform (Plataforma de Direitos Humanos e Género), einer privaten Menschenrechtsorganisation in Land São Tomé und Príncipe. Posser ist Mitglied der Vereinigung der Anwältinnen (Associação de Mulheres Advogadas).
Posser wurde im März 2017 für eine vierjährige Amtszeit zur Präsidentin der Anwaltskammer von São Tomé und Príncipe gewählt. Sie ist die zweite Frau in diesem Amt. Posser versprach, dafür zu sorgen, dass die Anwälte des Landes Gerechtigkeit fördern und die Menschenrechte wahren. Ihre Wahl fiel in eine schwierige Zeit für die Justiz, da Gerichtsverfahren aufgrund von Streiks von Justizbeamten und Staatsanwälten ruhten.
In ihrer Funktion als Präsidentin der Anwaltskammer warnte Posser vor den Gefahren einer von Präsident Evaristo Carvalho initiierten Umstrukturierung des Justizsystems. Am 18. Oktober kündigte sie zudem an, dass die Anwälte des Landes ihre langjährige unentgeltliche Rechtsberatung für die ärmsten Bürger von São Tomé und Príncipe einstellen würden. Zuvor hatten sie ehrenamtlich gearbeitet und die Kosten des Gerichtspersonals aus Mitteln der Anwaltskammer beglichen. Diese Regelung wurde in der Hoffnung beendet, dass die Regierung ein angemessenes System der Prozesskostenhilfe einführen würde, um allen den Zugang zum Recht zu ermöglichen.
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