Ginette Amara Ali Mazicki (geb. 3. Januar 1962, Sarh, Tschad) ist eine zentralafrikanische Akademikerin, Tierärztin und Politikerin.

Leben Jugend und Ausbildung Sie gehört zum Volk der Banda und wurde am 3. Januar 1962 in Sarh, Tschad, geboren. Die Familie stammt aus Ouandago, Nana-Gribizi, Zentralafrikanische Republik. Ihre Eltern waren Michel Ali und Joséphine Attea.

Sie studierte an der Ecole primaire Centre Filles in Bangui, am Lycée Pie XII und dem Lycée Boganda de Bangui. Später erhielt sie ihre weiterführende Bildung an der Universität Bangui und der École inter-États des sciences et médecine vétérinaires de Dakar in Dakar, Senegal. 1992 erwarb sie einen Abschluss als Veterinary Doctor der École inter-États des sciences et médecine vétérinaires mit der Arbeit: L’Herbe du Laos: Chromolaena odorata (L) R.M. KING et H. ROBINSON (Asteraceae) en République Centrafricaine (RCA): essai de lutte avec des herbicides (Das Kraut von Laos: Chromolaena Odorata in der Zentralafrikanischen Republik: Herbizidkontrollversuche.)

Karriere Amara wurde Leiterin des Dienstes einer Tierklinik in Bangui und des Veterinärlabors der Agence Nationale de Développement de l’Elevage (Nationale Agentur für Viehzuchtentwicklung, ANDE). Sie war außerdem Studiendirektorin am Institut Supérieur de Développement Rural de Mbaîki (Höheres Institut für ländliche Entwicklung, ISDR Mbaiki) und Generaldirektorin und Zentralinspektorin in den Ministerien für Landwirtschaft und Viehzucht.

2017 ernannte Sarandji Amara zur Ministerin für wissenschaftliche Forschung und technologische Innovation. Unter dem Kabinett Ngrebada diente sie erneut als Ministerin für wissenschaftliche Forschung.

Während ihrer Amtszeit als Ministerin erstellte sie eine Bestandsaufnahme der Labore an den Universitäten von Bangui und Bayanga und überarbeitete Projekte, die mit dem Nationalen Wiederaufbau- und Friedensplan übereinstimmten, um die Finanzierung durch verschiedene Partner zu ermöglichen. Darüber hinaus war sie im Juni 2020 Referentin im Webinar der Association for the Development of Education in Africa (ADEA) mit dem Titel „Auswirkungen von COVID-19 auf die Bildung in Afrika: Betrachtungen zu vielversprechenden Interventionen und Herausforderungen auf dem Weg zu einer neuen Normalität“ („Impact of COVID-19 on Africa's Education: Reflecting on Promising Interventions and Challenges, towards a New Normal“) sowie beim Vierten Hochrangigen Dialog über Geschlechtergleichstellung und Bildung in Afrika, der am 5. Februar 2020 von der Afrikanischen Union in Addis Abeba veranstaltet wurde.

Im Jahr 2020 plante sie, bei den zentralafrikanischen Parlamentswahlen 2020/21 als Kandidatin für die Nationalversammlung im Wahlkreis Kaga-Bandoro 3 anzutreten. Ihre Kandidatur wurde jedoch am 28. November 2020 vom Verfassungsgericht für ungültig erklärt.

Persönliches Amara ist verheiratet mit Jean-Marie Mazicki-Goyoro und hat sechs Kinder.

Einzelnachweise

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