Unterröslau ist ein Wohnplatz der Gemeinde Röslau im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern). Unterröslau liegt in der Gemarkung Grün.

Geographie Das Dorf Unterröslau liegt südlich der Eger und bildet mit dem Pfarrdorf Oberröslau den Gemeindeteil Röslau. Die Staatsstraße 2177 führt nach Brücklas (1,2 km südlich) bzw. nach Neudes (2,5 km nordöstlich). Die Staatsstraße 2180 führt nach Grün (1,2 km westlich) bzw. nach Rauschensteig (2,7 km östlich).

Geschichte Der Ort wurde 1471 als „Unter Rössla“ erstmals urkundlich erwähnt.J. M. Ritz, B. H. Röttger: Landkreis Wunsiedel und Stadtkreis Marktredwitz, S. 348. 1499 bestand Unterröslau aus einem Schloss, zehn Höfen, einer Mühle und einem Gemeindehirtenhaus. Das Rittergut Unterröslau der Herren von Schirnding zu Röthenbach war Dorf- und Grundherr des Ortes. Das Hochgericht übte das brandenburg-kulmbachische Sechsamt Wunsiedel aus. 1787 bestand Unterröslau aus 1 Mahlmühle, 2 Ganzhöfe, 15 Halbhöfe, 1 Gemeindehirtenhaus und 1 Tropfhaus mit Taverngerechtigkeit.Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel, S. 187.

Von 1797 bis 1810 unterstand Unterröslau dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel. Mit dem Gemeindeedikt wurde der Ort dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Röslau zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Grün (1963 in Unterröslau umbenannt). Am 1. Januar 1966 wurde Unterröslau nach Oberröslau eingegliedert. Am 1. Mai 1967 wurde Oberröslau nach Röslau umbenannt.Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel, S. 188.

Ehemalige Baudenkmäler Haus Nr. 14: Langgestrecktes, eingeschossiges Haus, Wohnteil und Stallung unter einem First. Satteldach; auf der südlichen Langseite ganz mit großen Schindeln gedeckt, auf der Nordseite mit Stroh, jedoch alle Kanten geschindelt; am Giebel gegen Osten oberhalb der Mittelpfetten etwas vorgezogen. Der Oberteil des Ostgiebels mit Brettern verschalt. Gesamtanlage wohl aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. – 1950 abgebrochen.J. M. Ritz, B. H. Röttger: Landkreis Wunsiedel und Stadtkreis Marktredwitz, S. 350. Denkmalschutz aufgehoben, ursprüngliche Hausnummerierung. Nördlich am Haus Nr. 14 ein ehemaliger Getreidekasten.

Einwohnerentwicklung Jahr 1784 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961Einwohner 107 103 150 140 166 218 435 651 1070HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1784 werden diese als Häuser bezeichnet und von 1885 bis 1961 als Wohngebäude. 19 22 30 55 77 138 Quelle J. M. Ritz, B. H. Röttger: Landkreis Wunsiedel und Stadtkreis Marktredwitz, S. 349.

Religion Unterröslau ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannis (Röslau) gepfarrt. Die Katholiken sind nach gepfarrt St. Wolfgang (Marktleuthen) gepfarrt. 1950/51 wurde nach den Plänen des Architekten Richard Dagostin die Kirche Heilige Dreifaltigkeit, einer Filiale von Marktleuthen, errichtet.J. M. Ritz, B. H. Röttger: Landkreis Wunsiedel und Stadtkreis Marktredwitz, S. 350.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Röslau) Kategorie:Ort im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Kategorie:Ersterwähnung 1471