Sokolnik () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Młynary (Stadt-und-Land-Gemeinde Mühlhausen i. Ostpr.) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing).
Geographische Lage Sokolnik liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 14 Kilometer nördlich der früheren Kreisstadt Preußisch Holland () bzw. auch 14 Kilometer nordöstlich der heutigen Kreismetropole Elbląg ().
Geschichte Das einstige Falkhorst war ein Gutsdorf bestehend aus weit verstreut liegenden kleinen Gehöften.Dietrich Lange: Falkhorst, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Im Jahre 1820 zählte der Ort 28 Einwohner.
Im Jahre 1874 wurde der Gutsbezirk Falkhorst in den neu errichteten Amtsbezirk Neu Münsterberg (polnisch Nowe Monasterzysko) im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg, eingegliedert.Rolf Jehke: Amtsbezirk Neu Münsterberg Als Gutsbezirk wurde Falkhorst 29. März 1909 in eine Landgemeinde umgewandelt.
Die Einwohnerzahl von Falkhorst stieg bis 1910 auf 88.Meyers Gazetteer: Falkhorst Im Jahre 1933 waren 91 Einwohner gemeldet, im Jahre 1939 bereits 130.Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Preußisch Holland
Als 1945 in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen abgetreten wurde, erhielt Falkhorst die polnische Namensform „Sokolnik“. Das Dorf ist heute eine Ortschaft innerhalb der Gmina Młynary (Stadt-und-Land-Gemeinde Mühlhausen i. Ostpr.) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugeordnet.
Religion Bis 1945 war Falkhorst in die evangelische Kirche in Schönberg (polnisch Zastawno) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 472 außerdem in die römisch-katholische Pfarrei in Mühlhausen i. Ostpr. eingegliedert.
Heute gehört Sokolnik katholischerseits zu Zastawno (Schönberg) im Bistum Elbląg, evangelischerseits zur Stadt Młynary in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr Sokolnik liegt an einer Nebenstraße, die bei Zastawno von der Woiwodschaftsstraße 509 abzweigt und in den Ort führt. Eine Bahnanbindung besteht nicht.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Młynary