Der Windpark Aulendorf ist ein geplanter und am 6. Oktober 2025 genehmigter Windpark auf den Gemarkungen Zollenreute und Tannhausen von Aulendorf und der Gemarkung Waldsee von Bad Waldsee im Landkreis Ravensburg von Baden-Württemberg.
Lage Die sechs Windenergieanlagen (WEA) des Windparks befinden sich im Waldgebiet zwischen Bad Waldsee und Aulendorf.
Gemarkung Tannhausen (Aulendorf) WEA 01: Liegt ca. 1100 m südöstlich von Tannhausen und rund 190 m nördlich des Biotops Feuchtbiotope im Tannwald. WEA 02: Liegt rund 1000 m nördlich von Eisenfurt. Sie befindet sich ca. 70 m östlich des Biotops Toteisloch N Wallenreute und rund 200 m westlich des Biotops Torfwald im Unteren Ried. WEA 03: Liegt 2000 m östlich von Tannhausen, 2500 m westlich von Haslanden und rund 120 m nordwestlich vom Biotop Erlenbruch N Unteres Ried. WEA 08: Liegt rund 1700 m südöstlich von Spiegler, rund 900 m südwestlich von Lippertsweiler, 1900 m westlich von Michelwinnaden und rund 100 m östlich des Biotops Großseggenried beim Boschenholz.
Gemarkung Zollenreute (Aulendorf) WEA 06: Liegt ca. 1,3 km östlich von Rugetsweiler und ca. 800 m nördlich von Wallenreute. Sie befindet sich ca. 250 m südlich des Biotops Tümpel II östl. Unterrauhen sowie ca. 300 m nördlich der Biotope Bruchwald Unterrauher Esch und Feldgehölz Unterrauher Esch.
Gemarkung Waldsee (Bad Waldsee) WEA 07: Liegt ca. 1800 m westlich von Michelwinnaden und ca. 1200 m südlich von Lippertsweiler. Sie befindet sich rund 50 m westlich des Biotops Toteisloch Elchenreuter Holz (1).
Arten Auf Basis der Erhebungen der AGF (Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz Baden-Württemberg e.V.) aus dem Jahr 2017 wurde das Vorkommen von drei Fledermausarten festgestellt, deren Habitatnutzung die Bereiche der Turbinenstandorte WEA 01, WEA 02, WEA 03 und WEA 06 betrifft. Hierzu zählen das Große Mausohr (Myotis myotis, letzter Nachweis 2015), die Zweifarbfledermaus (Vespertilio murinus, letzter Nachweis 2015) sowie die Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus, letzter Nachweis 2016).
Das gesamte Gebiet weist laut den Kartierungen der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg auch Vorkommen mehrerer geschützter Vogelarten auf:
Der Weißstorch (Ciconia ciconia) ist laut LUBW-Kartierungen im gesamten Windparkgebiet dokumentiert, wobei der letzte Nachweis aus dem Jahr 2024 stammt. Der Schwarzstorch (Ciconia nigra) wurde im Bereich der WEA 01, WEA 02, WEA 03 und WEA 06 festgestellt (LUBW Schwarzstorchkartierung 2018). Das Vorkommen des Rotmilans (Milvus milvus) ist im Umfeld der WEA 07 und WEA 08 dokumentiert (LUBW Milankartierung 2014, letzter Nachweis 2013).
Technische Daten Der Windpark besteht aus insgesamt sechs Windkraftanlagen des Herstellers Nordex SE vom Typ N175/6.X. Jede Anlage weist eine Nettonennleistung von 6.800 kW (6,8 MW) auf, woraus sich eine Gesamtleistung des Windparks von 40.800 kW (40,8 MW) ergibt.
Die Horizontalläufer sind auf Hybridtürmen aus Beton und Stahl errichtet, mit einer Nabenhöhe von bis zu 179 Metern. Der Rotor hat einen Durchmesser von 175 Metern (überstrichene Fläche: 24.053 m²) und ist mit drei Blättern ausgestattet. Die Anlagen nutzen ein High-Speed-Getriebe und verfügen über einen doppelt gespeisten Asynchrongenerator (DFIG), dessen Kühlsystem flüssigkeits-/luftgekühlt ist und mit einer Netzfrequenz von 50/60 Hz arbeitet. Gebremst wird mittels aerodynamischer Pitch-Hauptbremse und einer Scheiben-Haltebremse.
Die Anlagen nehmen den Betrieb bei einer Windgeschwindigkeit von 3 m/s auf und schalten bei 20 m/s ab. Um den Betrieb zu optimieren und Auflagen zu erfüllen, sind die Rotorblätter mit einem Enteisungssystem ausgestattet. Zudem gelten für die Windkraftanlagen verschiedene Auflagen zur Leistungsbegrenzung bzw. Abschaltung, darunter Maßnahmen zum Schallimmissionsschutz (tagsüber und nachts), zum Schattenwurf, zum Eiswurf sowie zum Tierschutz. Die Nachtkennzeichnung erfolgt bedarfsgesteuert. Windräder
Einzelnachweise
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