Ospedalicchio ist eine Fraktion (italienisch frazione) der italienischen Gemeinde Bastia Umbra in der Provinz Perugia, Region Umbrien. Der Name bedeutet kleines Hospital.
Geografie Der Ort liegt etwa 4 km westlich des Hauptortes Bastia Umbra und etwa 15 km südöstlich der Provinz- und Regionalhauptstadt Perugia. Der Ort liegt bei Offizielle Website des ISTAT (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Perugia, abgerufen am 17. Oktober 2025 (italienisch)Italia in dettaglio und hatte 2001 1139 Einwohner. 2011 waren es 1405 Einwohner. Nächstgelegene Orte neben dem Hauptort Bastia Umbra sind die direkt angrenzenden Städte Assisi und Perugia. Ospedalicchio liegt zwischen den Flüssen Chiascio (etwa 3 km östlich) und Tiber (etwa 3 km westlich).
Geschichte Der Ort entstand als Hospital und Pilgerherberge entlang der Straße nach Assisi und gehörte zunächst als Zweigstelle zum Lazarett von Collestrada, einem heutigen Ortsteil von Perugia, etwa 2 km westlich gelegen. Im Jahr 1379 begann die Signoria von Perugia ein Kastell im Ort zu bauen, welches heute nur noch in Teilen vorhanden ist. Ab dem 16. Jahrhundert gehörte der Ort zum Kirchenstaat und war ab dem 17. Jahrhundert der Peruginer Familie Eugeni unterstellt. Seit 1928 gehört Ospedalicchio als Ortsteil zu Bastia Umbra.Comune di Bastia Umbra: Ospedalicchio
Söhne und Töchter des Ortes Vitalis von Assisi, ein italienischer Einsiedler, Benediktiner (heute lateinisch Ordo Sancti Benedicti, OSB) und Heiliger, wurde 1295 im Ospedalicchio geboren.I luoghi del silenzio: Chiesa di San Vitale – Viole di Assisi (PG). Hier erinnern noch Hinweistafeln an sein Geburtshaus. Er starb am 31. Mai 1370 in Assisi (Ortsteil Viole, heute San Vitale). Die heutige Grabstätte liegt in der dortigen Kirche San Vitale. Gualtiero Sigismondi (* 1961), italienischer Geistlicher und römisch-katholischer Bischof von Orvieto-Todi.
Sehenswürdigkeiten San Cristoforo, Kirche im Ortskern, die zum Erzbistum Perugia-Città della Pieve gehört.Erzbistum Perugia-Città della Pieve: Ospedalicchio San Cristoforo, abgerufen am 17. Oktober 2025 (italienisch) Sie liegt mit der Fassade und dem Campanile an der Piazza Bruno Buozzi und gehört als einzige Kirche der Gemeinde Bastia Umbra nicht zum Bistum Assisi-Nocera Umbra-Gualdo Tadino. Die Kirche entstand nach dem Abriss der 1488 entstandenen Kirche San Leonardo,Comune di Bastia Umbra: Chiesa di San Cristoforo. Chiesa del Comune di Bastia Umbra die seit dem 26. Mai 1623 den Titel einer Pfarrei trug, an gleicher Stelle und wurde 1901 geweiht. Der 27 m hohe Campanile entstand 1955. Im Innenraum finden sich Werke von Giulio Cesare Angeli (San Michele Arcangelo, um 1600) und Francesco Appiani (Madonna con Bambino tra i Santi Silvestro e Carlo Borromeo, Leinwandgemälde aus dem 18. Jahrhundert). Das Weihwasserbecken aus den Steinbrüchen des Monte Subasio stammt wahrscheinlich noch aus der alten Kirche und entstand im 18. Jahrhundert. Lapide ai Caduti an der Piazza Bruno Buozzi / Via Emilio Donati, Kriegerdenkmal von 1921 für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges mit zwei Zusatztafeln für die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges.Pietre della memoria: 2792 - Lapide ai Caduti di Ospedalicchio, abgerufen am 17. Oktober 2025 (italienisch)
Verkehr Der Bahnhof Ospedalicchio, etwa 400 m nordöstlich des Ortskerns gelegen, bediente die Linie Terontola-Foligno von 1939 bis 1994.Antonio Mencarelli: La fermata per l’aeroporto? C’era già nel 1939 a Ospedalicchio. In: bastia.it vom 26. April 2024, abgerufen am 17. Oktober 2025 (italienisch) Heute ist der nächstgelegene Bahnhof der des Hauptortes Bastia Umbra. Nächstgelegene Fernstraße ist die Strada statale 75 Centrale Umbra, hier hat der Ort die Anschlussstellen Ospedalicchio nord und Ospedalicchio sud.
Weblinks
I luoghi del silenzio: Castello di Ospedalicchio – Bastia Umbra (PG) Webseite der Gemeinde Bastia Umbra zu Ospedalicchio Italia in dettaglio zu Ospedalicchio
Einzelnachweise
Kategorie:Fraktion in Umbrien Kategorie:Bastia Umbra