Die neu gebildete DDR-Juniorenoberliga zur Saison 1968/69, war die erste Spielzeit der vom DFV durchgeführten höchsten Spielklasse der Altersklasse (AK) 16–18 auf dem Gebiet der DDR, in der nunmehr der DDR-Juniorenmeister ermittelt wurde. Den 20. Juniorenmeistertitel in der Geschichte der DDR sicherte sich zum ersten Mal der HFC Chemie.
Analog zu den Absteigern aus der DDR-Oberliga, stiegen ungeachtet des sportlich erreichten Ergebnisses, der 1. FC Lokomotive Leipzig und der 1. FC Union Berlin aus der Juniorenoberliga in die Bezirksebene ab.
Aufgrund des XXII. UEFA-Juniorenturniers vom 17. – 27. Mai im eigenen Land, konnten einige Mannschaften im Meisterschafts-Endspurt nicht auf ihre Nationalspieler zurückgreifen. Der 1. FC Magdeburg hatte mit fünf vorzeitigen Abstellungen (Achtel, Zimmermann, Mewes, Enge und Pommerenke), das größte Handicap zu tragen.
In der Rückrunde wurden im Auftrag der FIFA, drei Spieltage zu Regeländerungs-Test genutzt. Obwohl man die Abseitsregel bei Freistößen aussetzte, konnten keine Torerfolge registriert werden.In: Die neue Fußballwoche (Fuwo). Nr. 14, 8. April 1969, S. 7
Für die 14 Bezirksmeister auf dem Gebiet der DDR und dem Meister aus Ost-Berlin, die in den Vorjahren den DDR-Juniorenmeister ermittelten und dies nach der Einführung der Juniorenoberliga nicht mehr konnten, wurde als Ersatz der Wettbewerb „Wanderpreis des DFV“ installiert. Bei der ersten Ausgabe sicherte sich die SG Dynamo Schwerin den Pokal. __TOC__
DDR-Juniorenoberliga Teilnehmer und Modus An der Juniorenoberliga der Altersklasse (AK) 16–18 nahmen die 14 Mannschaften teil, deren erste Männermannschaft in der betreffenden Saison in der DDR-Oberliga, der höchsten Spielklasse der DDR, vertreten waren. Spielberechtigt waren Spieler bis zum 18. Lebensjahr (Stichtag: 1. September 1950).In: Die neue Fußballwoche (Fuwo). Nr. 35, 27. August 1968, S. 7 An 26 Spieltagen ermittelten die Mannschaften den DDR-Juniorenmeister. Jede Mannschaft hatte in der Saison 13 Heim- und 13 Auswärtsspiele, jeweils einmal zu Hause und auswärts gegen jeden Gegner. Analog zu den Absteigern der ersten Männermannschaft aus der DDR-Oberliga, stiegen ungeachtet des sportlich erreichten Ergebnisses, die jeweiligen Mannschaften aus der Juniorenoberliga in die Bezirksebene ab.
Abschlusstabelle
(M) DDR-Juniorenmeister der Vorsaison
Kreuztabelle Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der linken Spalte aufgelistet und die Gastmannschaft in der obersten Reihe. DDR-Juniorenoberliga17. August 1968 – 17. Mai 1969In: Die neue Fußballwoche (Fuwo). Nr. 31, 30. Juli 1968, S. 14 – Nr. 20, 20. Mai 1969, S. 11. 25px|alt=|HFC Chemie 25px|alt=|1. FC Magdeburg 25px|alt=|BFC Dynamo 25px|alt=|1. FC Lokomotive Leipzig 25px|alt=|FC Karl-Marx-Stadt 25px|alt=|BSG Chemie Leipzig 25px|alt=|F.C. Hansa Rostock 25px|alt=|FC Carl Zeiss Jena 25px|alt=|FC Rot-Weiß Erfurt 25px|alt=|1. FC Union Berlin 25px|alt=|BSG Sachsenring Zwickau 25px|alt=|BSG Stahl Riesa 25px|alt=|BSG Wismut Aue 25px|alt=|FC Vorwärts Berlin 1. HFC Chemie 3:30:12:02:32:15:06:23:24:22:05:04:17:1 2. 1. FC Magdeburg 0:2 2:12:03:12:31:25:02:32:25:13:05:24:0 3. BFC Dynamo 0:11:2 1:21:17:12:01:12:12:03:21:03:01:0 4. 1. FC Lokomotive Leipzig 1:30:25:2 2:12:02:34:10:20:06:33:12:03:1 5. FC Karl-Marx-Stadt 3:22:01:11:2 0:23:34:13:12:04:16:18:18:1 6. BSG Chemie Leipzig 0:61:21:20:03:1 0:03:23:24:04:10:01:03:0 7. F.C. Hansa Rostock 1:30:00:31:21:11:1 3:11:04:04:33:03:05:1 8. FC Carl Zeiss Jena 2:34:22:41:10:13:24:3 0:06:03:05:03:04:0 9. FC Rot-Weiß Erfurt 4:10:41:10:12:23:13:11:2 0:20:02:04:14:1 10. 1. FC Union Berlin 2:21:30:21:31:01:40:50:11:11 1:12:31:12:1 11. BSG Sachsenring Zwickau 0:51:50:30:32:31:22:11:42:10:3 3:22:24:1 12. BSG Stahl Riesa 0:41:33:30:03:10:20:22:43:11:11:2 2:12:1 13. BSG Wismut Aue 2:00:31:60:02:30:01:12:11:00:01:31:1 2:1 14. FC Vorwärts Berlin 0:70:11:21:20:60:22:30:31:11:21:01:02:1
DDR-Juniorenmeister 1. HFC ChemieIn: Die neue Fußballwoche (Fuwo). Nr. 21, 28. Mai 1969, S. 16. 60px|alt=|Logo des HFC Chemie Hans Eisenbarth Scholl, Hartmut Meinert (2), Günter Gruhn (3), Günter Schantin (3) Erhard Mosert (7), Erich Paufler (6), Wolfgang Schmidt (19) Waldemar Köppe (13), Klaus Töpsch (9), Mühlpfordt (14) Trainer: Walter Schmidtaußerdem: Funke (Tor); Roland Wawrzyniak, Gerd Koßmann, Gunter Amler, Spanier, Volker Meinert, Bernhard Rhode (7), Schrieder, H. Robitzsch (1) – (Tore in der Juniorenoberliga)
Wanderpreis des DFV für Junioren-Bezirksmeister
Der Wanderpreis des DFV für Junioren-Bezirksmeister 1969 war die 1. Auflage dieses Wettbewerbes, der vom Jugendausschuss der Sektion Fußball (DDR) durchgeführt wurde. Der Wettbewerb begann am 1. Juni 1969 mit der Vorrunde und endete am 28. Juni 1969 mit dem Titelgewinn der SG Dynamo Schwerin, nach einem Sieg im Finale gegen die BSG Energie Cottbus.
Teilnehmende Mannschaften Am Wanderpreis des DFV 1969 der Junioren (A-Jugend) für die Altersklasse (AK) 16–18 nahmen die Bezirksmeister der 14 Bezirke auf dem Gebiet der DDR sowie der Meister aus Ost-Berlin teil. Spielberechtigt waren Spieler bis zum 18. Lebensjahr (Stichtag: 1. September 1950).
Folgende Mannschaften qualifizierten sich für den Wanderpreis des DFV: Bezirk Rostock ASG Vorwärts Stralsund Bezirk Schwerin SG Dynamo Schwerin Bezirk Neubrandenburg BSG Post Neubrandenburg Bezirk Potsdam BSG Motor Hennigsdorf Ost-Berlin SG Berolina Stralau Bezirk Frankfurt (Oder) BSG Stahl Eisenhüttenstadt Bezirk Magdeburg BSG Lokomotive Stendal Bezirk Halle SG Dynamo Eisleben Bezirk Leipzig BSG Lokomotive Leipzig-Ost Bezirk Cottbus BSG Energie Cottbus Bezirk Dresden SG Dynamo Dresden Bezirk Karl-Marx-Stadt FC Karl-Marx-Stadt II Bezirk Erfurt BSG Motor Gotha Bezirk Gera BSG Wismut Gera Bezirk Suhl SG Dynamo Ilmenau
Modus Die Teilnehmer wurden in der Vorrunde in vier Gruppen aufgeteilt und spielten in einer einfachen Runde nach dem Modus „Jeder gegen Jeden“ die vier Teilnehmer für das Halbfinale aus. Im Halbfinale ermittelten die Gruppensieger der Vorrunde in zwei Paarungen die Finalteilnehmer.
Vorrunde Gruppe A
Gruppe B
Gruppe C
Gruppe D
Halbfinale Im Halbfinale ermittelten die vier Gruppensieger der Vorrunde in zwei Paarungen die Teilnehmer für das Finale.
Wiederholungsspiel
Spiel um Platz 3 Das Spiel um Platz 3 wurde im Hermann-Matern-Stadion von Schönebeck ausgetragen.
Finale
Literatur
Einzelnachweise
#1969 Kategorie:Fußballsaison 1968/69 Kategorie:Sportveranstaltung in Schönebeck (Elbe) Kategorie:Sportveranstaltung in Berlin Kategorie:Sportveranstaltung in Halle (Saale) Kategorie:Sportveranstaltung in Leipzig