Unter Zelttheater versteht man Formen theatralischer Kunst, die in Zirkuszelten dargeboten werden. Dies findet in einem Spektrum zwischen Comagnien, die reines Theater machen und anderen, bei denen Elemente des Zirkus, wie Jonglage, Seiltanz, Feuerspucken etc., in kleinerem oder größerem Maße integriert sind, statt. Üblicherweise wurde im Winter von der jeweiligen Theatercompagnien eine neue Produktion entwickelt, die dann im Sommer auf Tournee ging.

In den 1980er Jahren entstanden etliche Zelttheatercompagnien, die meisten lösten sich in den 1990er Jahren auf. Oft hatten die Compagnien als Basis und als Winterquartier eine Landkommune.

Bekannte Compagnien

Die „Fliegenden Bauten“Fliegenden Bauten, gegründet 1982 von Matthias Kraemer und Sebastiano Toma, insolvent 2003Artikel aus der WELT; bekannteste Produktion „Entführt!“. Die Fliegenden Bauten leben weiter mit festem Standort in Hamburg. Das Theater Chapiteau wurde 1984 als Zelttheater von dem Autor, Schauspieler und Songschreiber Manfred Kessler gegründet, es existierte in dieser Form bis 1996Theater Chapiteau Comoedia Mundi, gegründet 1983 in Niederbayern, existiert bis heuteComoedia Mundi Theaterhof Priessenthal von Martin Lüttge, gegründet 1978, heute aber ohne Zelt Compagnia BuffoCompagnia Buffo, gegründet 1985 Der Theaterregisseur George Tabori experimentierte mit Zirkuselementen und einem Zirkuszelt als Spielstätte: In seiner Münchner Zeit gab es eine Zusammenarbeit seiner Truppe mit dem Zirkus Atlas unter dessen Direktor Harry Scholl-Frank, den "Beckettabend 1".

Einzelnachweise

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