Zaki Baydoun (; * 1981 in Tyros) ist ein libanesischer Lyriker und Maler. Internationale Aufmerksamkeit erlangte er durch die Aufnahme seines Namens auf die Beirut39-Liste des Hay Festivals (2009/2010).

Leben Baydoun wuchs in der südlibanesischen Hafenstadt Tyros auf und studierte Philosophie an der Universität Paris VIII. Als bildender Künstler trat er in Beirut mit Ausstellungen hervor, darunter Le ciel attend im Kulturhaus Zico House. Seit den 2000er-Jahren ist er regelmäßig Gegenstand der arabischen Kulturberichterstattung zu seinen Lesungen und Buchveröffentlichungen.

Wirken Frühe Gedichtbände – darunter dschundī ʿā'id min harb al-bakālūriyā (‚Ein Soldat kehrt vom Bakkalaureats-Krieg zurück‘) und malʿab min al-waqt an-nā'im (‚Spielplatz der schlafenden Zeit‘) – etablierten Baydoun in der libanesischen Lyrikszene der 2000er-Jahre. Im Jahr 2012 veröffentlichte er bei Dar al-Saqi die Sammlung ʿainān tarmaschān bilā nihāya tuhāwilān ʿabthan al-istaiqāz (‚Zwei Augen blinzeln endlos, sie versuchen vergeblich, aufzuwachen‘). Mit dem Prosaband schallāl yatadaffaq fī nafsihi (‚Ein Wasserfall, der in sich selbst strömt‘) legte er 2015/2016 eine von der Kulturpresse beachtete Sammlung fantastischer Kurztexte vor, die in Beirut vorgestellt wurde. Als Übersetzer übertrug Baydoun einen Kernabschnitt aus Immanuel Kants Kritik der reinen Vernunft ins Arabische. Seine Gedichte erschienen auf Englisch in der von Bloomsbury veröffentlichten Anthologie Beirut 39: New Writing from the Arab World (2010).

Einzelnachweise

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