Margaret Aldersley (* 1852 in Burnley, Lancashire; † 1940) war eine englisch-britische Frauenrechtlerin und Gewerkschafterin.

Leben Aldersley wurde in eine Arbeiterfamilie geboren und arbeitete ursprünglich in der Textilindustrie, bevor sie sich im Lancashire als Organisatorin und Aktivistin für das Frauenwahlrecht engagierte.

Anfang 1903 sprachen radikale Suffragetten wie Selina Cooper, Sarah Reddish, Esther Roper und Eva Gore-Booth, die selbst Gewerkschaftsmitglieder in der Textilindustrie waren, in verschiedenen Textilindustriestädten in Lancashire vor Ortsverbänden der Webergewerkschaften, um sie zu Mitgliederabstimmungen über die Frage zu bewegen, ob das Wahlrecht zu einem Gewerkschaftsthema gemacht werden sollte. Während die Mehrheit der Gewerkschaftsmitglieder Frauen waren, bestand die Führung der Gewerkschaften aus Männern. Die Frauen in mehreren Ortsverbänden – Bolton, Clitheroe, Colne, Nelson, Hyde und Haslingden – hatten das Gefühl, nicht die uneingeschränkte Unterstützung des neuen Labour Representation Committee zu haben und gründeten das Lancashire and Cheshire Women Textile Workers' Representation Committee (TWC), das sich von Anfang an für das Frauenwahlrecht einsetzte und zu dessen Gründungsmitgliedern Aldersley gehörte.

Aldersley war dann mit Cooper, Ada Nield Chew und Sarah Dickenson für die Sache des Frauenwahlrechts in den Bergbaugemeinden in den Tälern von Ammanford und Gwendraeth in Wales aktiv.

Um 1910 trat Aldersley zusammen mit Mary Atkinson, Harriette Beanland, Cissy Foley, Clara Staton und Cooper der Nelson & Clitheroe Suffrage Society bei, bevor sie 1912 Organisatorin der National Union of Women’s Suffrage Societies (NUWSS) und Mitglied des Exekutivkomitees wurde.

Als die NUWSS 1912 das Election Fighting Fund Committee (EFF) unter der Leitung von Catherine Marshall gründete, um Spenden zu sammeln und die Labour Party zu unterstützen, gehörte Aldersley zu den lokalen Organisatorinnen. In vier Nachwahlen 1913 und 1914 griff das EFF ein, und obwohl Labour keine davon gewann, verloren die Liberalen zwei. 1913 engagierte sich Aldersley während der Nachwahlen in Keighley. Sie hatte zu diesem Zeitpunkt vier Kinder und die Familie sah Aldersleys Reisaktivitäten nicht mit Begeisterung. Als sie und Cooper in Haworth auf einer Kundgebung zum Thema Frauenwahlrecht sprachen, wurde Coopers Tochter Mary, die als alleiniges Kind von ihr auf den Kampagnen mitgenommen werden konnte, Zeugin der folgenden Ereignisse:

1915 wurde Aldersley zur Friedenskonferenz der International Woman Suffrage Alliance in Den Haag eingeladen, konnte jedoch aufgrund der Reisebeschränkungen während des Ersten Weltkriegs nicht teilnehmen.

Von 1922 bis 1926 lebte Aldersley in Australien.

In den 1920er Jahren engagierten sich Aldersley und Cooper in Nelson auf lokaler Ebene für soziale Fragen. Ausgehend davon setzten sie sich auch für die Abschaffung von Bedürftigkeitsprüfungen, die Legalisierung der Abtreibung und die Umstellung der Rüstungsproduktion auf soziale Zwecke ein und wandten sich vor allem gegen den Anfang der 1930er Jahre aufkommenden Faschismus. Sie schlossen ihre Kampagne auch mit dem World Committee of Women against War and Fascism zusammen. Trotzdem konnten sie nicht verhindern, dass die British Union of Fascists von Oswald Mosley in Nelson eine Ortsgruppe gründete, weil desillusionierte Fabrikarbeiter von Mosleys Plan angezogen wurden, die Textilindustrie durch ein Verbot von Baumwollimporten anzukurbeln.

Aldersley starb 1940.

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