mini|Von links nach rechts: Helen Crawfurd, Janet Barrowman, Margaret McPhun, Mrs A. A. Wilson, Frances McPhun, Nancy A. John und Annie S. Swan, vor dem Ersten Weltkrieg mini|Gruppenfoto von Suffragetten auf dem Bazaar in Glasgow (McPhun vierte von links), 1910 Frances Mary McPhun (* 1880 in Glasgow; † 1940 ebenda) war eine schottisch-britische Suffragette.
Leben McPhun war eine Tochter von John Pollock McPhun, einem Holzhändler und Stadtrat im East End von Glasgow, einem Stadtverordneten und Mitglied des Friedensgerichts. Sie hatte mindestens zwei Schwestern, Margaret und Nessie.
McPhun studierte an der Universität Glasgow, schloss ihr Studium mit einem Master of Arts ab mit Auszeichnungen in den Fächern Politische Ökonomie, Moralphilosophie und Englische Literatur.
Zusammen mit ihrer Schwester Margaret McPhun trat sie der Women’s Social and Political Union (WSPU) bei. Im Oktober 1909 organisierte sie einen Pageant of famous Scottish Women für eine Demonstration für das Frauenwahlrecht in Edinburgh. Sie war ehrenamtliche Organisationssekretärin der Scottish Suffrage Exhibition im Jahr 1910 und ehrenamtliche Sekretärin der WSPU-Ortsgruppe Glasgow in den Jahren 1911–1912. Helen Crawfurd erinnerte sich: „I remember a tour of Lanarkshire where I was the speaker, along with Margaret and Frances McPhun. Margaret took the Chair and Frances would map out our campaign, book halls and arrange connections for trains […] Frances was a beautiful woman, and had a real sense of humour, as had Margaret.“
Sie und ihre Schwester gehörten zu Dutzenden von Frauen, die im März 1912 wegen der Zerstörung von Fenstern in Regierungsgebäuden inhaftiert wurden. Die Schwestern verwendeten die Namen „Margery“ und „Fanny Campbell“, um ihre Herkunft zu verschleiern, als sie verhaftet wurden. Sie verbüßte zwei Monate Zwangsarbeit im Holloway Prison. Im April 1912 traten die Schwestern in den Hungerstreik, scheuten allerdings die Zwangsernährung über eine Nasensonde und willigten ein, aus einer Tasse zu trinken, wie McPhunin einem Brief aus dem Gefängnis geschmuggelten Brief an Laura Underwood, die WSPU-Sekretärin in Glasgow März 1912 schrieb. Als sie nach zwei Monaten, am 29. April, aus dem Gefängnis entlassen wurden, erhielten beide Schwestern von der WSPU die sogenannte „Hungerstreik-Medaille“ For Valour, um ihren Einsatz zu würdigen.
Sie war sehr aktiv in Nachwahlkampagnen im Westen Schottlands. Die Schwestern McPhun sind in der sogenannten Roll of Honour of Suffragette Prisoners der Suffragette Fellowship aufgeführt, Frances McPhun allerdings unter dem falschen Vornamen „Florence“.
McPhun starb 1940 in Glasgow.
Bei einer Debatte des schottischen Parlaments zum Internationalen Frauentag 2022 nahm ein Urgroßneffe von McPhun, der konservative Abgeordnete Russell Findlay, Bezug auf seine beiden Urgroßtanten.
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