Sucha () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Młynary (Stadt-und-Land-Gemeinde Mühlhausen i. Ostpr.) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing).
Geographische Lage Sucha liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, neun Kilometer nördlich der früheren Kreisstadt Preußisch Holland () bzw. 16 Kilometer südöstlich der heutigen Kreismetropole Elbląg ().
Geschichte Das kleine einst Suche genannte Dorf war ein Gutsvorwerk.Dietrich Lange: Suche, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) 14 Einwohner zählte Suche im Jahre 1820, im Jahre 1885 waren es 28.
Am 24. Mai 1894 wurde aus dem Vorwerk Suche, dem Vorwerk Erlau und dem Gut Sumpf der Gutsbezirk Erlau gebildet, der in den 1874 errichteten Amtsbezirk Sumpf (polnisch Sąpy) eingegliedert wurde.Rolf Jehke: Stadt Mühlhausen i. Ostpr.
Im Jahre 1905 – Suche zählte in diesem Jahre 19 Einwohner – am 6. Mai wurde der Amtsbezirk Sumpf aufgelöst und der Gutsbezirk Erlau mit den Ortschaften Erlau, Suche und Gut Sumpf in den Amtsbezirk Schlobitten (polnisch Słobity) umgegliedert.Rolf Jehke: Amtsbezirk Schlobitten
Am 30. September 1928 wurde Suche mit dem Gutsbezirk Erlau in die Landgemeinde Sumpf (polnisch Sąpy) eingemeindet: Suche war bis 1945 ein Wohnplatz in der Gemeinde Sumpf.
Als 1945 in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen fiel, erhielt Suche die polnische Namensform „Sucha“. Als „Kolonia“ war der Ort bis 2023 część wsi Sąpy (= „Teil des Ortes Sąpy“) und ist heute eine eigenständige Ortschaft innerhalb der Gmina Młynary (Stadt-und-Land-Gemeinde Mühlhausen i. Ostpr.) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Religion Suche war bis 1945 sowohl evangelischerseits wie auch römisch-katholischerseits in die Stadt Mühlhausen i. Ostpr. eingepfarrt. Auch heute besteht für Sucha der kirchliche Bezug zu Młynary – im Bistum Elbląg bzw. in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr Sucha ist von Sąpy (Sumpf) aus über eine Nebenstraße zu erreichen, die von der Woiwodschaftsstraße 505 abzweigt. Die nächste Bahnstation ist Stegny (Steegen) an der – heute aber nicht mehr regulär befahrenen – Bahnstrecke Malbork–Braniewo, einem Teilstück der früheren Preußischen Ostbahn.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Młynary