mini|hochkant|Amita Kuttner (2020) Amita Kuttner (* 4. Dezember 1990 in North Vancouver, British Columbia) ist ein kanadischer Astrophysiker und Politiker. Von 2021 bis 2022 war er Interimsvorsitzender der Grünen Partei Kanadas.

Leben und Karriere Kuttner wurde am 4. Dezember 1990 in North Vancouver geboren. Seine Mutter wanderte von Hongkong nach Kanada aus und war Professorin für Informatik am Capilano College. Sein Vater wanderte aus dem Vereinigten Königreich nach Kanada aus. Kuttner spricht Englisch und Französisch und ist Transgender und Pansexuell. Im 2005 kam seine Mutter ums Leben, als ein Schuttstrom aus dem Seymour River ihr Haus zerstörte. Kuttner besuchte zu dieser Zeit ein Internat in Kalifornien.

Kuttner besuchte die University of California, Santa Cruz. Dort erwarb er 2013 einen Bachelorabschluss, 2016 einen Masterabschluss und 2019 einen Doktortitel (Ph.D.) in Astronomie und Astrophysik. Sein Forschungsschwerpunkt lag auf Schwarzen Löchern und Wurmlöchern. Nach seinem Abschluss engagierte er sich im Klimaschutz. Im 2019 veröffentlichte Kuttner zusammen mit zwanzig weiteren Wissenschaftlern einen Artikel in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Science, in dem er jugendliche Klimademonstranten unterstützte.

2018 wurde Kuttner Chef für Wissenschaftspolitik der Grünen Partei Kanadas. Bei der Kanadischen Unterhauswahl 2019 war Kuttner Kandidat der Grünen Partei im Wahlkreis Burnaby North—Seymour. Die Wahl im Wahlkreis war ereignisreich, da der prominente Politiker der Neuen Demokratischen Partei Svend Robinson den amtierenden Liberalen Abgeordneten Terry Beech herausforderte. Die Kandidatin der Konservativen Partei Kanadas, Heather Leung, wurde wegen homophober Äußerungen als Kandidatin entlassen. Bei der Wahl belegte Kuttner mit 9,59 % der Stimmen den vierten Platz.

Nach dem Rücktritt der Grünen Partei Vorsitzenden Elizabeth May im 2019 kandidierte Kuttner beim Parteitag 2020 für den Vorsitz. Während seines Wahlkampfs für den Parteivorsitz schlug er einen stärkeren Schutz für LGBTQ-Personen und Vorschriften zur künstlichen Intelligenz vor. Er gab außerdem an, während des Wahlkampfes rassistische Kommentare erhalten zu haben. Beim Parteitag erreichte Kuttner den sechsten Platz und Annamie Paul wurde zur Vorsitzenden gewählt.

Nachdem die Grünen bei der Kanadischen Unterauswahl 2021 schlecht abgeschnitten hatten, trat Annamie Paul als Vorsitzende zurück. Kutter wurde im November 2021 vom Nationalrat der Partei zum Interimsvorsitzenden der Partei ernannt. Während seiner Amtszeit als Interimsvorsitzender konzentrierte er sich auf die Verbesserung der schlechten finanziellen Situation der Partei. Kuttners Amtszeit endete im November 2022, als Elizabeth May zum zweiten Mal zur Parteivorsitzenden gewählt wurde.

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