Władysław Staniuk (* 18. Juni 1934 in Kupracze, Wolhynien, Polen, heute Ukraine) ist ein polnischer Politiker (BBWR) und Unternehmer. Von 1991 bis 1993 gehörte er dem Sejm in dessen I. Wahlperiode an.

Leben und Beruf Staniuk wuchs zunächst in der ostpolnischen Kresy auf. Nachdem das Gebiet nach dem Zweiten Weltkrieg von der Sowjetunion annektiert und in die Ukrainische SSR eingegliedert worden war, wurde seine Mutter mit den Kindern in die Region Lublin umgesiedelt. Anfang der 1950er Jahre zog die Familie nach Stargard Szczeciński und 1955 nach Słupsk. Er schloss 1963 die Maschinenbauschule in Słupsk ab und gründete (ebenso wie seine Brüder) in der Volksrepublik eine private Werkstatt. Diese exportierte ihre Produkte unter anderem in die DDR. Später wurde er Miteigentümer eines Handelsunternehmens in der Logistikbranche.

Politik Bei der ersten vollständig freien Parlamentswahl 1991 wurde Staniuk als parteiloser Kandidat auf der Liste des Wahlbündnisses Chrześcijańska Demokracja in den Sejm gewählt.Ergebnis in Monitor Polski 1991, Nr. 41, S. 467. Er gehörte den wirtschaftspolitischen Ausschüssen des Sejm an. Bei der Parlamentswahl 1993 kandidierte er für den Bezpartyjny Blok Wspierania Reform, der aber im Wahlkreis Słupsk kein Mandat gewinnen konnte.Ergebnis in Monitor Polski 1993, Nr. 50, S. 726. Anschließend zog er sich aus der Politik zurück. Er unterstützte später gelegentlich Kandidaten der Platforma Obywatelska.„Kto popiera Bronisława Komorowskiego i Jarosława Kaczyńskiego w regionie słupskim?“ auf gp24.pl, abgerufen am 14. Oktober 2025.„POdziękowania“ auf stara.mojemiasto.slupsk.pl, abgerufen am 14. Oktober 2025.

Weblinks Biogram auf der Seite des Sejm

Einzelnachweise

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