Santina Campana (* 2. Februar 1929 in Alfedena; † 4. Oktober 1950 in Pescina) war ein italienisches Mädchen, das in der katholischen Kirche als ehrwürdige Dienerin Gottes verehrt wird.

Leben Santina Campana wurde 1929 in einem kleinen Bergdorf in den Abruzzen geboren. Ihre Familie war streng katholisch. Sie hatte acht Geschwister. Zwei ihrer Brüder wurden Priester, drei Schwestern Nonnen.Tine Van Osselaer: Campana, Santina. In: The Devotion and Promotion of Stigmatics in Europe, c. 1800–1950. Between Saints and Celebrities. 2020, ISBN 978-90-04-43919-1, S. 303 f. Bereits als Kind soll sie den Wunsch geäußert haben, für Jesus Christus und die Kirche, in der Nachfolge von Therese von Lisieux und Antonietta Meo, zu leiden. Mit sieben Jahren, am 11. Juni 1936, empfing sie die Kommunion und trug ab da, insbesondere zur Fastenzeit (ergänzt durch Vollfasten) und an Karfreitag, ein Cilicium zur Selbstkasteiung. Sie erkrankte früh an Tuberkulose. Als 1943 die Invasion Italiens begann, flüchtete sie mit ihrer Familie vor den fortgesetzten Bombardements ins Hochgebirge. Zur selben Zeit soll sie Stigmata erhalten haben.

Im Juni 1945 bat sie um Aufnahme in den Orden der Schwestern der Nächstenliebe der Heiligen Johanna Antida Thouret. Am 8. September wurde sie ins Noviziat aufgenommen. Am 1. Oktober siedelte sie nach Rom über. Aufgrund der unbehandelten Tuberkulose wurde sie am 10. Juli 1947 in ein Spital in Rom eingeliefert und am 16. Juli nach Pescina in ihrer Heimatregion transferiert, wo sie am 4. Oktober 1950, im Alter von 21 Jahren, starb.

Ihr Leichnam wurde 1977 exhumiert und in einem Sarkophag in die Pfarrkirche San Giuseppe überführt. 1979 eröffnete Papst Johannes Paul II. das Seligsprechungsverfahren.

Denkmal Am 4. Oktober 1995 wurde in Pescina ein Denkmal zu Camapanas Ehren eingeweiht. Die Bronzeplastik ist ein Werk des florentinischen Bildhauers Egidio Ambrogetti und zeigt die Geehrte als Halbfigur, auf dem Postament stehen ihr Name, ihre Lebensdaten und das Zitat: „Amatevi! L’amore ci riunirà in Dio.“ („Liebet euch! Die Liebe wird uns in Gott vereinen.“) Das Monument stand ursprünglich beim Haupteingang zum Friedhof und musste im Oktober 2013 wegen Bauarbeiten entfernt werden. Im November 2015 wurde es leicht versetzt wieder platziert.

Siehe auch Liste von Denkmälern für Frauen in Italien

Literatur Gaetano Meaolo: Santina Campana. Fioretti di un’anima. Edizioni Agiografiche, Rom 1962. Tine Van Osselaer: Campana, Santina. In: The Devotion and Promotion of Stigmatics in Europe, c. 1800–1950. Between Saints and Celebrities. 2020, ISBN 978-90-04-43919-1, S. 303 f.

Weblinks

Serva di Dio Santina Campana auf der Webseite der Diözese Avezzano

Einzelnachweise

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