mini|Marta Cienkowska (2025) Marta Cienkowska (geboren 14. November 1987 in Ciechanów) ist eine polnische Politikerin und Kulturmanagerin. Seit Juni 2025 ist sie Ministerin für Kultur und nationales Erbe im Kabinett Tusk III.
Studium und beruflicher Werdegang Cienkowska schloss 2011 an der Universität Warschau ein Studium der Politikwissenschaften mit dem Schwerpunkt Europäisches Management ab und erwarb 2014 an der Polnischen Akademie der Wissenschaften ein Diplom für Kulturmanagement in den Strukturen der Europäischen Union. Außerdem verfügt sie über ein Zertifikat für fortgeschrittene Führungskräfte (High Performance Leadership) des Institute for Business Development.
Als Unternehmerin begleitete Cienkowska zwölf Jahre lang Nichtregierungsorganisationen aus dem Kulturbereich. Von 2012 bis 2014 war sie Vizepräsidentin der Vereinigung für Internationale Kulturinitiativen. Cienkowska konzipierte Marketingkampagnen und unterstützte die Finanzierung von Projekten aus öffentlichen Mitteln, darunter Mittel aus EU-Fonds. Unter anderem arbeitete sie mit der Stadt Warschau, der Stiftung Trans-Atlantyk Theater, dem Europäischen Parlament und VVA Brussels Sprl zusammen. Von ihr produzierte Theaterstücke wurden in Frankreich, Deutschland und China aufgeführt.
Politische Ämter und Positionen Cienkowska ist Mitglied der Partei Polska 2050. Bei den Parlamentswahlen 2023 kandidierte sie erfolglos als Vertreterin von Polska 2050 für den Sejm auf der Liste Trzecia Droga (Dritter Weg).
Vom 20. Dezember 2023 bis zum 23. Juli 2025 war Cienkowska als Unterstaatssekretärin im Ministerium für Kultur und Nationales Erbe für die Abteilung für Fonds und europäische Angelegenheiten sowie die Abteilung für internationale Zusammenarbeit zuständig.
Am 24. Juli 2025 wurde sie als Nachfolgerin von Hanna Wróblewska zur Ministerin für Kultur und Nationales Erbe ernannt.
Cienkowska, die aus Ciechanów, einer Kleinstadt in Masowien, stammt, verließ ihre Heimat, um beruflich aufsteigen zu können, und will sich dafür einsetzen, dass Kinder aus kleinen Städten die gleichen Chancen bekommen wie Kinder aus Metropolen. Ihre Aufgabe als Politikerin sieht sie auch darin, die Kultur in kleineren Orten zu fördern und "dafür zu sorgen, dass diese kleinen Städte nicht aussterben, dass dort ein reges kulturelles und gesellschaftliches Leben stattfindet".
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