Recaredo Silebo Boturu (* 1979 in Baresó, Bioko Norte) ist ein äquatorialguineischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterregisseur. Im Jahr 2014 wurde er als einer der 39 vielversprechenden Autorinnen und Autoren des Projekts Africa39 ausgewählt.

Leben Boturu wuchs auf der Insel Bioko auf und kam in Malabo als Jugendlicher über das Kulturkollektiv ESA’A zum Theater. Im Jahr 2005 wirkte er an der Gründung der Theatergruppe Bocamandja mit. Seitdem leitet er die Gruppe. Mit Bocamandja war er in Äquatorialguinea sowie international tätig, etwa in Kolumbien, Spanien und Marokko.

Wirken Boturus Schreiben und seine Theaterarbeit greifen immer wieder Traditionen der mündlichen Erzählung und gesellschaftliche Fragen des Landes auf. Im Jahr 2010 veröffentlichte er den Band Luz en la noche (Poesía y Teatro). 2014 folgte Crónicas de lágrimas anuladas (Teatro y poesía). 2019 erschien der Gedichtband Desde el fondo del Mediterráneo. Bocamandja nutzt das Theater ausdrücklich zur Sensibilisierung in Fragen von Geschlechtergerechtigkeit, öffentlicher Gesundheit, Menschenrechten und Umwelt. Methodisch greift die Gruppe auch auf Elemente des Theatre of the Oppressed zurück. Anlässlich des Internationalen Frauentags zeigte Bocamandja am 8. März 2024 in Malabo die Produktion Sufrida. Im Frühjahr 2024 kündigten lokale Medien zudem eine Sensibilisierungstour mit Sufrida durch mehrere Kulturzentren Malabos an. Im Oktober 2024 wurde Boturu zur Leitung eines Theaterarbeitskreises in Peru ausgewählt.

Einzelnachweise

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