Die Henschel Hs 121 war ein deutsches einsitziges Schulflugzeug für die Fortgeschrittenenausbildung. Die Bezeichnung offizieller Stellen lautete „Übungseinsitzer“.

Entwicklung Die Hs 121 wurde 1933 von Friedrich Nicolaus und Hans Regelin konstruiertDeutsches Patent Nr. 642548 Flugzeug mit biegungssteif ausgebildeten, in den Rumpf verlängerten Fahrgestellstreben und von den Henschel-Flugzeug-Werken in Johannisthal im Auftrag des Reichsluftfahrtministerium (RLM)Flugzeug-Entwicklungsprogramme 1935 des RLM zeitgleich mit zwei als Hs 125 V1 und V2 bezeichneten und als Tiefdecker ausgeführten Prototypen der gleichen Kategorie (Werk-Nr. 2 und 3) gebaut.Henschel-Monatsberichte Für den als Werkpilot vorgesehenen, aber kurz zuvor am 5. Dezember 1933 in Rechlin tödlich verunglückten Walter Kneeser startete Nikolaus Scheubel, Direktor des Aerodynamischen Instituts der TH Darmstadt, mit dem ersten Versuchsflugzeug (Werk-Nr. 1), der Hs 121 V1, am 4. Januar 1934 zum ersten Werkflug. Bei einer Bruchlandung am 30. Januar 1934 wurde die Hs 121 V1 so stark beschädigt, dass sich eine Reparatur nicht mehr lohnte. Stattdessen stellte man eine weitere Hs 121 als zweites Versuchsmuster unter der Werknummer 7 her. Sie flog erstmals am 24. September 1934. Bei ihr wurde der Rumpf verstärkt, das Seitenleitwerk vergrößert, das Höhenleitwerk abgestrebt sowie dem Fahrwerk eine zusätzliche Abstrebung zum Rumpf hinzugefügt. Nach mehreren Erprobungsflügen wurde die Hs 121 V2, nachdem sie ihr Kennzeichen D-EOVA erhalten hatte,Verzeichnis der in die deutsche Luftfahrzeugrolle eingetragenen Flugzeuge – Zugänge im November 1936, veröffentlicht in Nachrichten für Luftfahrer 37/1.5 zusammen mit der Hs 125 V2 (Werknummer 3) im Oktober 1936 an die Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL) verkauft und am 10. Dezember 1936 in Schönefeld abgeholt.Klaus Wartmann: Henschel-Flugzeuge 1933–1945. Rockstuhl 2011, ISBN 978-3-86777-407-9, S. 16.

Konstruktion mini|Henschel Hs 121, Modell Flügel: Schulterdeckerbauweise mit Knick; zweiteiliger, zweiholmiger Ganzmetallflügel mit teilweise stoffbespannten Unterseiten und Querrudern; Landeklappen vom Knick bis zu den Querrudern reichend, durch Schneckengetriebe betätigt; beide Flügelhälften durch zwei Parallelstiele abgefangen. Rumpf: Leichtmetallrumpf in Schalenbauweise mit ovalem Querschnitt; Motor durch große Klappen zugänglich Leitwerk: einfaches, verspanntes Leitwerk in Ganzmetallbauweise, Ruder stoffbespannt Fahrwerk: starres Spornradfahrwerk; Haupträder an freitragenden Federbeinen mit Uerdinger Ringfederung, stromlinienförmig verkleidet, Spornrad ebenfalls verkleidet Triebwerk: ein luftgekühlter 8-Zylinder-V-Motor vom Typ Argus As 10C mit 240 PS Startleistung; Zweiblatt-Einstell-Luftschraube aus Holz

Technische Daten mini|Dreiseitenriss Kenngröße Daten Besatzung 1 Länge 7,30 m Spannweite 10,00 m Flügelfläche 14,00 m² Flügelstreckung 7,1 Höhe 2,30 m Leermasse 710 kg Startmasse 960 kg Höchstgeschwindigkeit 278 km/h Dienstgipfelhöhe 6500 m Reichweite Triebwerke 1 × Argus As 10C mit Bewaffnung –

Siehe auch Liste von Flugzeugtypen

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Henschel Flugzeug-Werke Kategorie:Militärisches Schulflugzeug Kategorie:Einmotoriges Flugzeug mit Kolbenmotor Kategorie:Erstflug 1934 Kategorie:Nicht realisiertes Militärflugzeugprojekt (Deutschland)