mini|Verbreitungsgebiet des Schwarzschnabelvireo

Der Schwarzschnabelvireo (Cyclarhis nigrirostris), Syn. Cyclaris nigrirostris, ist eine Art aus der Gattung der Großschnabelvireos (Cyclarhis) innerhalb der Familie der Vireos (Vireonidae).Schwarzschnabelvireo, in Avibase – Die Weltvogel-Datenbank. Abgerufen am 5. Oktober 2025.P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF

Verbreitung Diese Art kommt in den Anden von Ecuador und Kolumbien vor.

Die Art wurde als konspezifisch mit dem Rostbrauenvireo (Cyclarhis gujanensis) angesehen.David Slager, C.J. Battey, Robert W. Bryson, Gary Voelker, John Klicka: A multilocus phylogeny of a major New World avian radiation: The Vireonidae. In: Molecular Phylogenetics and Evolution. 2014, Band 80, S. 95–104 doi:10.1016/j.ympev.2014.07.021.

Der Lebensraum umfasst subtropische Zone der Andenhänge, feuchten Bergwald, Nebelwald, Waldränder, Lichtungen und buschige Flächen werden gemieden. Das Habitat reicht von 1300–1500 bis 2500–2700 m Höhe, meist unterhalb von 2400 m, generell werden höhere Lagen gegenüber dem Rostbrauenvireo bevorzugt.M. McMullan: Field Guide to the Birds of Colombia Rey Naranjo Editores, 2018, ISBN 978-958-8969-77-0D. Brewer: Black-billed Peppershrike (Vireo nigrirostris), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Cyclarhis nigrirostris

Der Artzusatz kommt von und .J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.

mini|Schwarzschnabelvireo Merkmale Die Art ist 15–16 cm groß und wiegt 29–33 g. Die Stirn ist matt grau, die Zügel und das Areal oberhalb des Schnabels ist dunkel kastanienbraun und reicht als schmaler werdender Überaugenstreif bis hinter das Auge, wird dort grau abgegrenzt gegen Kopfkappe und Nacken in mattem Olivgrün. Die Ohrdecken sind gelblich grün. Die Oberseite ist olivfarben, die Hand- und Armschwingen sind gräulich mit olivgrünen Rändern an den Außenfahnen, der Schwanz ist dunkel oliv gefärbt. Kinn und Kehle sind grau, von den Seiten zieht ein schmales gelbliches Band über die Brust, die ansonsten cremeweiß ist wie die übrige Unterseite. Die Flanken sind olivfarben. Die Iris ist gelblich oder grünlich grau, der Schnabel schwärzlich grau mit hellerer Basis am Unterschnabel, die Beine sind grau oder blaugrau. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht.

Vom häufigeren Rostbrauenvireo (Cyclarhis gujanensis) unterscheidet die Art sich durch die schwarze Schnabelspitze, den kurzen Überaugenstreif und die oliv Färbung von Kopfkappe und Nacken. Der Unterschnabel ist nicht heller, aber die Beine sind heller grau.

Geografische Variation Folgende Unterarten werden anerkannt:IOC World Bird List Shrikes, vireos, shrike-babblersAviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025 C. n. nigrirostris , 1842, Nominatform, – Kolumbien westlich der östlichen Kordilleren in Kolumbien und in Ecuador C. n. atrirostris , 1887P. L. Sclater: Cyclorhis atrirostris. In: Ibis, Band 5, Heft 19, S. 324, 1887, Biodiversity Library – Westanden in Südkolumbien weiter südlich bis Provinz Pichincha in Ecuador, Unterseite mehr grau und weniger weiß

Stimme Die Art ist ruffreudig und dadurch am einfachsten zu lokalisieren. Die Lautäußerungen werden als melodiös, reichhaltig, trillernd beschrieben mit kurzen abgesetzten Phrasen, als klares „lu, lu, li, lu“. Der Gesang ähnelt dem des Rostbrauenvireo (Cyclarhis gujanensis), klingt aber melodischer, sehr ähnlich dem des Rotschnabelsaltators (Saltator grossus).

Lebensweise Die Art ist ein Standvogel und tritt einzeln oder paarweise auf. Die Nahrungssuche findet auf allen Waldebenen statt, mitunter in gemischten Jagdgemeinschaften. Die Nahrung besteht großenteils aus Gliederfüßern. Die Brutzeit dürfte zwischen Mai und Juli sowie im Oktober liegen. Das Nest wird hoch im Wipfelbereich mit dem Rand an einer Astgabel angehängt und besteht aus einer dünnwandigen, tiefen Schale, ca. 15 m von einem Weg entfernt.R. Strewe: Notes on Nests and Breeding Activity of Fourteen Bird Species from Southwestern Colombia. In: Ornitología Neotropical, Band 12, Heft 3, Artikel 10, 2001, Digitalcommons Das Gelege besteht aus weißen Eiern mit rotbraunen Punkten und Flecken.S. David: El nido y los huevos del Verderón Piquinegro (Cyclarhis nigrirostris). In: Ornitologia Colombiana, Band 11, S. 87–90, 2011, Ornitología Columbiana

Gefährdungssituation Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).

Literatur N. F. A. A. de Lafresnaye: Cyclaris nigrirostris. In: Revue Zoologique, par la Société Cuvierienne, Band 5, S. 133, 1842, Biodiversity Library

Weblinks

Birdlife Oiseaux.net Macaulay Library

Einzelnachweise

Kategorie:Vireos