Anne-Marie Adiaffi (* 21. März 1951 in Abengourou; † 1994 in Abidjan) war eine ivorische Schriftstellerin. Sie wurde mit dem Roman Une vie hypothéquée bekannt, der 1984 bei den Nouvelles Éditions africaines erschien. Im Jahr 1989 folgte der Roman La ligne brisée.
Leben Adiaffi wuchs in Côte d’Ivoire auf und besuchte dort die Primar- und Sekundarschule. Anschließend studierte sie in Marseille und erwarb in Dakar ein Diplom als zweisprachige Sekretärin. Zunächst arbeitete sie als Sekretärin in einer Bank in Côte d’Ivoire. Ab 1983 war sie in Abidjan bei den Nouvelles Éditions africaines tätig. Sie starb 1994 in Abidjan.
Wirken Ihr satirischer Debütroman Une vie hypothéquée richtet den Blick auf traditionelle gesellschaftliche Strukturen der Agni und kritisiert Praktiken wie Zwangsheirat aus einem dezidiert frauenrechtlichen Blickwinkel. Im Zentrum steht die Figur Yah, die schon vor der Geburt einem älteren Mann versprochen wird; als sie von der Zwangsverlobung erfährt, flieht sie nach Abidjan, wird jedoch von der Tradition zur Heirat gezwungen. Une vie hypothéquée erschien 1984 bei den Nouvelles Éditions africaines in Abidjan, Dakar und Lomé. In La ligne brisée erzählt Adiaffi die Geschichte des Waisen Sonanfè, der wegen einer Serie von Unglücksfällen als Unheilsbringer stigmatisiert und schließlich aus seinem Dorf verstoßen wird. Der Roman wurde 1989 bei den Nouvelles Éditions africaines veröffentlicht.
Einzelnachweise
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