Die Liste der Stolpersteine in Eibenstock führt die vom Künstler Gunter Demnig verlegten Stolpersteine in Eibenstock auf. Sie enthalten Angaben, die an das Schicksal der Menschen erinnern, die im Nationalsozialismus deportiert, vertrieben, ermordet oder in den Suizid getrieben wurden.
Hintergrund Die Stadt Eibenstock erhielt am 19. September 2025 die ersten sechs Stolpersteine an zwei Standorten, welche an von den Nationalsozialisten verfolgte und zum Teil ermordete jüdische Bürger Eibenstocks erinnern. Sie wurden von Gunter Demnig persönlich verlegt. Ausgangspunkt für die Denkmalsetzung waren historische Forschungen der aus Eibenstock stammenden Brüder Matthias und Friedrich Weigel, der Mitarbeiterin der Eibenstocker Stadtverwaltung, Krystin Jäkel und des Schülers Tim Staab, der sich im Rahmen einer Schul-Facharbeit mit dem Schicksal der Eibenstocker Juden befasste.Freie Presse, Ausgabe vom 21. Juni 2025Freie Presse, Ausgabe vom 16. September 2025 Liste Bild Adresse,Lage Name Inschrift Kurzvita 150px Postplatz 108309 Eibenstock()100px Emma Salomon Mutter von Bertha Fleischer, geb. Salomon 150px Harry Fleischer Harry Fleischer übernahm vor dem Zweiten Weltkrieg mit seiner Frau Bertha Fleischer das Warenhaus „Kalitzki Nachfolger“ am Postplatz 1 in Eibenstock. Nach den Novemberpogromen 1938 wurde er in „Schutzhaft“ genommen und 1942 mit seiner Frau zunächst in ein Judenhaus nach Plauen und später in das Ghetto Bełżyce deportiert. Harry Fleischer wurde im Konzentrationslager Majdanek ermordet. 150px Bertha Fleischer Bertha Fleischer übernahm vor dem Zweiten Weltkrieg mit ihrem Mann Harry Fleischer das Warenhaus „Kalitzki Nachfolger“ am Postplatz 1 in Eibenstock, wo auch ihre Mutter Emma Salomon arbeitete. Nach den Novemberpogromen 1938 wurde ihr Mann in „Schutzhaft“ genommen und beide 1942 zunächst in ein Judenhaus nach Plauen und später in das Ghetto Bełżyce deportiert. Dort wurde Bertha Fleischer ermordet. 150px Schneeberger Straße 208309 Eibenstock100px Louis Levy Gemeinsam mit seiner Frau Erwine Levy führte Louis Levy bis 1936 ein Konfektionsgeschäft in der Schneeberger Straße 2 in Eibenstock. Nach den Novemberpogromen 1938 wurde er in „Schutzhaft“ genommen. Ob er noch einmal freigelassen wurde, ist unklar. Er starb am 18. März 1940 in einem Krankenhaus in Berlin. 150px Helene Rosen Tochter von Louis und Erwine Levy. Konnte 1936 dem nationalsozialistischen Deutschland rechtzeitig durch Flucht über die Tschechoslowakei in die USA entkommen. 150px Erwine Levy Gemeinsam mit ihrem Mann Louis Levy führte Erwine Levy bis 1936 ein Konfektionsgeschäft in der Schneeberger Straße 2 in Eibenstock. Nach dem Tod ihres Mannes wurde Erwine Levy 1942 wie Berta und Harry Fleischer in ein Judenhaus nach Plauen abtransportiert, wo sie sich nach Verhören durch die Gestapo durch einen Sprung aus dem Fenster das Leben nahm.
Verlegedaten 19. September 2025: Schneeberger Straße 2 und Postplatz 1.
Weblinks
Website des Künstlers Gunter Demnig
Einzelnachweise
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