mini|Doreen Baingana (2018) Doreen Baingana ist eine ugandische Schriftstellerin und Herausgeberin, deren international beachteter Erzählband Tropical Fish: Stories out of Entebbe (2005) sie bekannt machte. Für ihre Kurzprosa erhielt sie den Grace Paley Prize for Short Fiction und den Commonwealth Writers’ Prize (Best First Book, Africa Region, 2006). Sie stand dreimal auf der Shortlist des Caine Prize for African Writing (2004, 2005, 2021).

Leben Baingana erwarb an der Makerere University in Kampala einen Abschluss in Jura und an der University of Maryland, College Park einen Master in kreativem Schreiben. Sie arbeitete beim US-Auslandsrundfunk Voice of America und beim kenianischen Verlag Storymoja. Außerdem war sie Vorsitzende der ugandischen Autorinnenvereinigung FEMRITE (Uganda Women Writers’ Association). Seit 2024 ist sie als Doktorandin an der University of Queensland eingeschrieben und gehört zur Kohorte der Global Change Scholars. In einem Beitrag der britischen Tageszeitung The Guardian bezeichnete sie FEMRITE als ihre „literarische Heimat“. Baingana ist als Mentorin, Lektorin und Leiterin von Arbeitskreisen in verschiedenen afrikanischen Ländern tätig und ist Mitgründerin und Leiterin des Mawazo Africa Writing Institute in Entebbe.

Wirken Mit Tropical Fish: Stories out of Entebbe legte Baingana einen aus lose verknüpften Erzählungen bestehenden Band über das Erwachsenwerden dreier Schwestern in Entebbe vor; das Buch erschien 2005 bei der University of Massachusetts Press. Eine Bühnenfassung der Titelgeschichte wurde beim Kampala International Theatre Festival gezeigt. Sie war am Drehbuch von Girl Rising (2013) beteiligt. Neben Erwachsenenprosa veröffentlichte sie auch zwei Kinderbücher, Gamba the Gecko Wants to Drum und My Fingers are Stuck (beide 2010). Sie ist in der Anthologie New Daughters of Africa (2019) vertreten. Für ihre Kurzprosa gewann Baingana den Grace Paley Prize, und Tropical Fish wurde 2006 mit dem Commonwealth Writers’ Prize (Best First Book, Africa Region) ausgezeichnet. Sie wurde überdies dreimal für den Caine Prize nominiert bzw. in die Shortlist gewählt (2004 für Hunger, 2005 und erneut 2021). Zu ihren weiteren Auszeichnungen zählen ein Stipendium der Miles Morland Foundation, eine Rockefeller-Bellagio-Residency und ein Grant der Sustainable Arts Foundation.

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