Willi Pinthus (* 27. Mai 1889 in Erfurt;Willi PINTHUS auf ortsfamilienbuecher.de, abgerufen am 5. Oktober 2025 † 23. August 1956 in Zürich,Todesanzeigen zu Willi Pinthus-Vogt bzw. Willi Pinthus in Neue Zürcher Zeitung, Nummer 2341, 24. August 1956 Ausgabe 03, abgerufen auf e-newspaperarchives.ch am 6. Oktober 2025 auch WillyTodesanzeige Louis Pinthus in Berliner Tageblatt und Handels-Zeitung am 16. November 1912, abgerufen auf deutsche-digitale-bibliothek.de am 6. Oktober 2025 oder WilhelmPinthus, Wilhelm, 27.05.1889(Dossier) beim Schweizer Bundesarchiv, abgerufen am 6. Oktober 2025 genannt) war ein deutsch-schweizerischer Verleger von Spielen und Bilderbüchern. Er gründete 1919 in Deutschland den Spiele- und Bilderbuchverlag Tietz & Pinthus und nach der Emigration 1938/39 den Verlag Edition Carlit in der Schweiz.
Leben Pinthus wurde am 27. Mai 1889 in Erfurt als Sohn von Louis Pinthus (1852–1912) und Bertha Rosenthal (1864–1934) geboren; er wuchs in einer bürgerlichen Kaufmannsfamilie auf.Kurt Pinthus – 1886–1975 – Wegbereiter des literarischen Expressionismus auf tsurikrufn.de, abgerufen am 5. Oktober 2025 Sein Vater hatte ab 1882Handelsregister. Erfurt. in Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger No. 107 vom 8. Mai 1882, abgerufen auf deutsche-digitale-bibliothek.de am 6. Oktober 2025 ein Textilgeschäft in Erfurt, später zog die Familie nach Magdeburg. Willi Pinthus hatte einen älteren Bruder, den Schriftsteller Kurt Pinthus (1886–1975), sowie eine jüngere Schwester Else Albrecht (1899–1982).
Nach dem Ersten Weltkrieg gründete Pinthus mit Richard Tietz in Magdeburg den Spieleverlag Tietz & Pinthus. Von Mai 1919 bis 1923 sowie ab 1933 führte Pinthus den Verlag allein. 1922 verlegte er den Firmensitz nach Nürnberg.
Pinthus war dreimal verheiratet. Seine erste Frau Lotte Schultze heiratete er 1922; sie starb 1925.Todesanzeige Lotte Pinthus in Berliner Tageblatt und Handels-Zeitung vom 4. April 1925, abgerufen auf deutsche-digitale-bibliothek.de am 6. Oktober 2025 1926 heiratete er Käte Meyer, mit der er den 1928Pinthus, Herbert Wolfgang . 24.08.1928(Dossier) beim Schweizer Bundesarchiv, abgerufen am 6. Oktober 2025 geborenen Sohn Herbert Pinthus hatte; sie wurden 1930 geschieden. Im selben Jahr heiratete er Herta Vogt, mit der er die 1931 geborene Tochter Brigitte hatte.
Aufgrund der nationalsozialistischen Rassenpolitik musste er 1938 den Verlag verkaufen (Arisierung), weil er als Jude galt, und emigrierte mit der Familie in die Schweiz, wo er 1938/39 in Zürich den Spiele- und Bilderbuchverlag Edition Carlit gründete.
Pinthus starb am 23. August 1956 in Zürich an einer Herzkrise.
Einzelnachweise
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