Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen beschließt am 14. Dezember 1955 die Resolution 109. Nachdem er von der Generalversammlung beauftragt wurde, die Anträge auf Mitgliedschaft von Albanien, Jordanien, Irland, Portugal, Ungarn, Italien, Österreich, Rumänien, Bulgarien, Finnland, Ceylon, Nepal, Libyen, Kambodscha, Laos und Spanien separat zu prüfen, empfiehlt der Sicherheitsrat der Generalversammlung, die Aufnahme der oben genannten Länder in die Vereinten Nationen.

Die Resolution wurde mit acht Stimmen angenommen (Frankreich, Sowjetunion, Großbritannien, Brasilien, Iran, Neuseeland, Peru und Türkei). Belgien, China und die Vereinigten Staaten enthielten sich der Stimme.

Hintergrund Die Umstände, die zur Annahme der Resolution 109 führten, werden als Pattsituation beschrieben, die daraus resultiert, dass bestimmte Bewerber um die UN-Mitgliedschaft vom westlichen Block unterstützt und vom sowjetischen Block abgelehnt wurden, und umgekehrt. Insbesondere unterstützte der westliche Block die Aufnahme Italiens, während der östliche Block die Aufnahme Bulgariens, Rumäniens und Ungarns unterstützte. Die Vereinigten Staaten schlugen als Erste vor, die Aufnahme möglicher Mitgliedsstaaten en bloc, also als Paket, zu berücksichtigen. Allerdings entschied der Internationale Gerichtshof später, dass es unzulässig sei, die Aufnahme eines Mitgliedsstaates von externen Bedingungen abhängig zu machen, einschließlich der gleichzeitigen Aufnahme anderer potenzieller Mitgliedsstaaten.

Einzelnachweise

Kategorie:Volksrepublik Ungarn SR #:::109 Kategorie:Österreich Kategorie:Ungarn #:::109