Die Komturei Dünamünde war zwischen 1305 und 1558 eine Kommende des Livländischen Ordens.

Zu Beginn des 13. Jahrhunderts gründete der Rigaer Bischof Albert an der Dünamündung ein Kloster, das sich u. a. um die ankommenden Kreuzfahrer kümmern sollte.

1305 kaufte der Livländische Orden das Kloster Dünamünde, baute es zu einer Ordensburg aus und gründete noch im selben Jahr eine Komturei.

1485 eroberte die Stadt Riga die Burg Dünamünde nach einer vierwöchigen Belagerung und beschädigte sie massiv. Die Burg kam jedoch wieder in den Besitz des Ordens und wurde von Wolter von Plettenberg wiedererrichtet.

Nach Ausbruch des Livländischen Krieges gingen die Besitzungen an die Freie Reichsstadt Riga verloren.

Komture von Dünamünde 1305–: Heinrich Hecht 1312–: Florian 1316–: Kuno 1322–1328: Heinrich Holste 1330–: Godevert von Bachem 1335–: Johann Ungnade 1347–1350: Wilkin von Ilsede 1366–: Wilhelm von Muntrof 1367–: Dietrich Freitag 1387–: Goswin von Hattingen 1398–: Arnd von Altena um 1400?: Holtappel 1402–1403: Johann von Ohle 1417–1418: Wilhelm von Schafhausen 1421–1422: Dietrich Dücker 1422–1427: Heinrich von der Vaerst 1439–1440: Johann Koning 1450–: Johann von Krieckenbeck genannt Spor 1452–: Thomas Hungersdorp genannt Grevesmolen 1453–1462: Dietrich Lappe von Köningen 1466–: Otto von Hoekelum 1472–: Wilhelm von Bönninghausen 1473–1476: Engelbrecht Lappe von Köningen 1478–: Gerhard von Issum 1480–1483: Wessel von Strünkede 1502–1510: Wolter von Plettenberg 1554–1558: Gotthard Kettler

Siehe auch Komtur (Amt) Liste der Kommenden des Deutschen Ordens

Literatur Lutz Fenske & Klaus Militzer (Hg.): Die Ritterbrüder im livländischen Zweig des Deutschen Ordens. Böhlau, Köln, 1993, ISBN 3-412-06593-5, ISBN 978-3-412-06593-5, S. 754–755.

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