Bernhard Schröter (* 29. Dezember 1861 in Schellendorf; † 22. Februar 1914 in Köln) war ein deutscher Jurist und Kommunalpolitiker. Von 1897 bis zu seinem Tod war er Bürgermeister von Bergisch Gladbach.
Leben Bernhard Schröter absolvierte seine Reifeprüfung am Matthias-Gymnasium in Breslau und studierte danach an der dortigen Universität Rechtswissenschaften. In den Jahren 1886 und 1886 diente er als Einjährig-Freiwilliger im Grenadier-Regiment Nr. 11. Von 1889 bis 1893 war Schröter in Köln Referendar und Hilfsdezernent am Polizeipräsidium. Im Dezember 1893 wurde er Verwalter, später Bürgermeister der Bürgermeisterei Ruwer bei Trier.
Ab April 1897 war er Bürgermeister der Stadt Bergisch Gladbach.
Wirken mini|Tafel im Rathaus Bergisch Gladbach Bernhard Schröter hatte wesentlichen Anteil an der baulichen, kulturellen und sozialen Entwicklung von Bergisch Gladbach, dessen Einwohnerzahl bei seinem Amtsantritt bei etwa 10.000 Personen lag und bis 1914 auf ca. 15.000 anwuchs.
Während seiner Amtszeit wurde unter anderem das noch heute existierende Rathaus im historisierenden Stil erbaut. 1900 war er gemeinsam mit der Fabrikantin Maria Zanders an der Gründung eines Vereins für Volksunterhaltung beteiligt. Er engagierte sich für die 1904 in seiner Stadt eröffnete städtische Kindermilchanstalt zur Bekämpfung der Kindersterblichkeit. Diese Einrichtung wurde von der Stadt durch Sparkassenüberschüsse mitfinanziert.
Ehrungen Schröter wurde mit dem Roten Adlerorden IV. Klasse und dem Königlichen Kronenorden IV. Klasse ausgezeichnet.
Familie Bernhard Schröter heiratete am 26. Mai 1894 Katharina Bachem. Das Ehepaar hatte zwei Kinder. Nach dem Tod ihres Mannes annoncierte Katharina Schroeter in englischen Zeitungen die Vermietung von Pensionszimmern in ihrem Haus.
Siehe auch Liste der Bürgermeister von Bergisch Gladbach
Einzelnachweise
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