Martin Wolf OCist († 3. Januar 1734) war von 1728 bis 1734 Abt von Kloster Langheim.

Leben Da beim Tode von Abt Gallus Knauer 1728 Kloster Langheim wegen des schwelenden Streits um dessen Exemtion von den Truppen des Bamberger Fürstbischof Lothar Franz von Schönborn militärisch besetzt war, fand die Abtswahl von Martinus Wolf verspätet erst am 4. März 1728 statt. Die bischöfliche Bestätigung erfolgte am 10. März, die des Abtes Andoche Pernot des Crots von Citeaux als dem Generalabt des Zisterzienserordens am 8. Mai des Jahres.

Trotz der nur kurzen Amtszeit von Abt Martin von knapp sechs Jahren konnte er durch den seit 1728 im Kloster tätigen Weimarer Landbaumeister Gottfried Heinrich Krohne das (heute nicht mehr erhaltene) südöstliche Torhaus errichten lassen. Zur Wallfahrt nach Vierzehnheiligen ließ er zu Beginn seines Abbatiats das Werk Franckenthalischer Lust-Gart / Das ist: Beschreibung der Wallfahrt zu den Vierzehen Heiligen Noth-Helffern; Die in dem Kayserlichen Hoch-Stifft Bamberg gelegen, und dem Closter Langheim deß Heiligen Cistercienser Ordens einverleibt / Durch F. Martinum Abbten zu Langheim, der Röm: Kayserl: Majest. Geheimen Caplan &c. Von Neuem in Druck verfertigt. (Würzburg 1728) neu auflegen.

Wappen Das Wappen von Martin Wolf zeigt, in formaler Anlehnung an das seines Vorgängers Gallus Knauer, „eine eingebogene rote Spitze, darin eine strahlende Sonne über einer gestielten und beblätterten Sonnenblume, die Spitze beiderseits begleitet von einem einwärts gestellten Wolf.“

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Einzelnachweise

Kategorie:Zisterzienser Kategorie:Abt Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren im 17. oder 18. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 1734 Kategorie:Mann