Christina Tournatzẽs (* 1992 in München) ist eine griechisch-deutsche Filmregisseurin und Drehbuchautorin. Ihr Film Cargo – Der Transport (2019) lief auf mehr als 50 Festivals und wurde wiederholt ausgezeichnet. Ihr Spielfilm Karla feierte 2025 auf dem Filmfest München Premiere.

Leben Tournatzẽs wurde 1992 in München geboren. Sie absolvierte an der Macromedia Akademie für Medien und Design in München ein Regiestudium und schloss ihr Studium 2019 ab. Ihr Abschlussfilm Cargo – Der Transport (2019) thematisiert den Tod von 71 Geflüchteten, die 2015 in einem luftdicht verschlossenen Lkw auf der Balkanroute erstickt sind. Der Film lief weltweit auf mehr als 50 Festivals und wurde wiederholt ausgezeichnet.

Wirken In Karla erzählt Tournatzẽs die Geschichte der zwölfjährigen Karla, die 1962 ihren Vater wegen sexuellen Missbrauchs anzeigt; der Film beruht auf einem wahren Gerichtsfall. Die Regisseurin wählte eine kammerspielartige Erzählweise und verzichtete auf explizite Darstellungen sexualisierter Gewalt zugunsten einer aus Karlas Blickwinkel erzählten, sensiblen Bildsprache. Viele Sätze im Film stammen aus Originalprotokollen der Gerichtsverhandlungen; aus zwei realen Verfahren wurde eine zusammenhängende Dramaturgie entwickelt. Die Hauptrolle spielt Elise Krieps; als Richter Lamy ist Rainer Bock zu sehen. Premiere hatte Karla im Programm Neues Deutsches Kino des Filmfests München 2025. Dort erhielt Tournatzẽs den Förderpreis Neues Deutsches Kino für die beste Regie; das Drehbuch von Yvonne Görlach wurde ebenfalls ausgezeichnet. Der deutsche Kinostart erfolgte am 2. Oktober 2025 durch eksystent Filmverleih.

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Einzelnachweise

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