Erich Steininger (* 19. November 1939 in Oberrabenthan; † 4. November 2015 in Wien) war ein österreichischer Druckgrafiker, Holzschneider und Zeichner. Er schuf seit den 1960er Jahren ein umfangreiches grafisches Werk und ist in mehreren öffentlichen Museumssammlungen vertreten.
Leben Steininger wuchs in Oberrabenthan im Waldviertel auf.Der Künstler, Grafikkabinett Erich Steininger, o. D., abgerufen am 4. Dezember 2025vgl. Erich Steininger. In: Gedächtnis des Landes Niederösterreich, o. D. Nach dem Besuch der Volksschule und der Albertus-Magnus-Schule Wien trat er 1957 als Novize in den Marianistenorden ein. Nach der Matura begann er ein Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien in den Meisterklassen für Grafik bei Christian Ludwig Martin und Maximilian Melcher.Kurzbiografie und Ausstellungen, Grafikkabinett Erich Steininger, o. D., abgerufen am 4. Dezember 2025.
1968 wurde Steininger Mitglied des Wiener Künstlerhauses.Nachruf des Künstlerhauses auf Erich Steininger (19.11.1939–4.11.2015), APA-OTS-Aussendung, 12. November 2015, abgerufen am 4. Dezember 2025.
1970 schloss er sein Studium als Akademischer Grafiker ab und absolvierte die Lehramtsprüfung für Bildnerische Erziehung und Werkerziehung. Anschließend war er als Lehrer tätig. Außerdem lehrte er an der Akademie für bildende Künste Druckgrafik.
Steininger war verheiratet und Vater von drei Kindern.
Er starb 2015 in Wien.Waldviertler Künstler Steininger gestorben. In: ORF Niederösterreich, 13. November 2015, abgerufen am 4. Dezember 2025.
Werk Steininger arbeitete überwiegend mit dem Holzschnitt, daneben entstanden Lithografien, Radierungen und Zeichnungen.Florian Steininger: Holzschnitt, Grafikkabinett Erich Steininger, o. D., abgerufen am 4. Dezember 2025; Philipp Maurer: Erich Steininger: Geschichten und Harmonien vom Holz. Zu Erich Steiningers Ausstellung im Niederösterreichischen Landesmuseum 2010. In: Um:Druck – Zeitschrift für Druckgraphik und visuelle Kultur, Nr. 15, Juli 2010, abgerufen am 4. Dezember 2025Biografie: Erich Steininger. (PDF; 0,3 MB) Galerie Schloss Parz, o. D. Sein Frühwerk war figurativ geprägt; später beschäftigte er sich vermehrt mit abstrakten Formen.
Er veröffentlichte mehrere Mappenwerke, darunter Hiob, Zwei Kuenringer und Körper wird Land.Mappenwerke, Grafikkabinett Erich Steininger, o. D., abgerufen am 4. Dezember 2025
Seit den späten 1960er-Jahren war er an Ausstellungen im In- und Ausland beteiligt, darunter an Grafikbiennalen und Triennalen.Wladimir Aichelburg: Verzeichnis der Ausstellungen 1868–2010 des Künstlerhauses, Künstlerhaus Wien, o. D., abgerufen am 4. Dezember 2025.
Tätigkeiten und Funktionen Von 1995 bis 2009 war Steininger Präsident des Landesverbands der Niederösterreichischen Kunstvereine.Führungswechsel beim Landesverband der NÖ Kunstvereine, Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, Landespressedienst, 1. Oktober 2009, abgerufen am 4. Dezember 2025; Trauer um Professor Erich Steininger, Bezirksblätter Zwettl, 15. November 2015, abgerufen am 4. Dezember 2025.
Zudem leitete er das Dokumentationszentrum für Moderne Kunst (DOK) in St. Pölten.Über NÖDOK, Dokumentationszentrum für moderne Kunst Niederösterreich, o. D., abgerufen am 4. Dezember 2025; Niederösterreichisches Dokumentationszentrum für moderne Kunst, DOK, basis wien, o. D., abgerufen am 4. Dezember 2025
Er war langjähriges Mitglied des Wiener Künstlerhauses.
Sammlungen Werke von Erich Steininger befinden sich u. a. in folgenden Museen und Sammlungen:
Sammlung Albertina
Lentos Kunstmuseum LinzLentos-Bau in der Zielgeraden, Der Standard, 6. Mai 2003, abgerufen am 4. Dezember 2025; Lentos Museum, Archiweb, o. D., abgerufen am 4. Dezember 2025. Hall Art FoundationThe Passion. Hal Art Foundation, Archivlink vom 13. August 2025. Museum AngerlehnerGoschka Gawlik: Erstpräsentation der Sammlung Angerlehner: Museum mit Sendungsbewusstsein, artmagazine.cc, 14. November 2013, abgerufen am 4. Dezember 2025. Österreichische Galerie Belvedere
Ausstellungen (Auswahl) Das Forschungs- und Dokumentationszentrum für moderne und zeitgenössische Kunst basis wien verzeichnet 159 Ausstellungen und Veranstaltungen für Erich SteiningerErich Steininger bei basis wien, abgerufen am 5. Dezember 2025., darunter: 1981: 1. Römerquelle-Kunstwettbewerb, Galerie Stubenbastei, Wien.1. Römerquelle-Kunstwettbewerb. basis wien, abgerufen am 5. Dezember 2025. 1993: Holzschnitte, Galerie Göttlicher, Krems/Stein.Ausstellungen 1990–1994. Galerie Göttlicher, abgerufen am 5. Dezember 2025. 2013: Zeichnen Zeichnen, Künstlerhaus Wien.Zeichnen Zeichnen. basis wien, abgerufen am 5. Dezember 2025. 2019: Sotriffer Mappe, Galerie Welz, Salzburg.Sotriffer Mappe. basis wien, abgerufen am 5. Dezember 2025. 2024: Erich Steininger zum 85. Geburtstag, Galerie Giese & Schweiger, Wien.
Auszeichnungen (Auswahl) 1967: Kardinal-König-Preis für sakrale KunstErich Steininger in der Artothek Niederösterreich, abgerufen am 5. Dezember 2025. 1968: Kulturförderungspreis des Landes Niederösterreich 1971: Preis des Ministeriums für Unterricht und Kunst 1972 Goldene Ehrenmedaille des Künstlerhauses 1973 Erster Preis beim Österreichischen Graphikwettbewerb, Krems 1978: Theodor-Körner-Preis 1979: Kulturförderungspreis der Stadt Wien 1986: 1. Preis Internationale Grafikbiennale Kairo 1990: 1. Preis Grafikbiennale Varna 2008: Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich 2010: Jakob-Prandtauer-Preis für Wissenschaft und Kunst der Stadt St. Pölten
Nachlass Der künstlerische Nachlass wird im Grafikkabinett Erich Steininger in Rappottenstein betreut.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Grafiker (Österreich) Kategorie:Träger des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich Kategorie:Theodor-Körner-Preisträger Kategorie:Jakob-Prandtauer-Preisträger Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1939 Kategorie:Gestorben 2015 Kategorie:Mann