mini|hochkant|Adolf Eichmann im Hof des Ajalon-Gefängnisses in Israel (April 1961) „Erscheinungsform Mensch“: Adolf Eichmann ist ein Dokumentarfilm in schwarz-weiß von Rolf Defrank aus dem Jahr 1979. Die Redaktion übernahm Peter Schulze-Rohr. Der Film wurde am 20. März 1981 im Kino uraufgeführt.

Filmtitel Eichmanns in israelischer Untersuchungshaft verfasste und zu Beginn des Films zitierte MemoirenGötzen. Die Autobiografie von Adolf Eichmann. Herausgegeben und kommentiert von Raphael Ben Nescher. Metropol Verlag, 2016, ISBN 978-3-86331-291-6. beginnen mit der Feststellung, mit seiner Geburt am 19. März 1906 sei er „in Solingen/Rheinland um 5 Uhr morgens in das irdische Leben als Erscheinungsform Mensch eingetreten.“Jan Distelmeyer: Erscheinungsform Geschichte. taz, 10. April 2000.

Handlung Der Film ist „der Versuch einer Annäherung an die verkörperte Banalität des Bösen, an Adolf Eichmann.“Erscheinungsform Mensch: Adolf Eichmann. Prolog. Youtube, abgerufen am 3. Oktober 2025. Das Schlagwort von der Banalität des Bösen bezieht sich auf den Titel des 1963 erschienenen Buches Eichmann in Jerusalem: Ein Bericht von der Banalität des Bösen von Hannah Arendt, das den Eichmann-Prozess thematisiert.

Aus Berichten von Zeitzeugen, darunter Überlebende aus dem Konzentrationslager Auschwitz, aber auch Ärzte, Richter, Staatsanwälte und Polizeioffiziere, die ihn bewacht, vernommen, untersucht und am Eichmann-Prozess teilgenommen haben, entsteht ein Psychogramm Eichmanns. Außerdem werden Aussagen von Eichmann selbst wiedergegeben, die vor und während des Prozesses aufgezeichnet wurden.

Mitwirkende sind: Simon Wiesenthal, Isser Harel, Avner Less, Zwi Wohlstein (Polizeiarzt),Ich war Eichmanns Arzt. Interview von Wolfgang Büscher. Die Welt, 11. September 1999. Israel Gutman, die späteren Zeugen der Anklage Rivka Kuper, Noah Zabludowitz, Johanaan Zabludowitz und Rivka Joselewska, Gideon Hausner, Gabriel Bach, Benjamin Halevi, David Franko (Polizeioffizier und Wachmann), Shlomo Kulcsar (psychiatrischer Gutachter)Vgl. Hans-Christian Riechers: „Schreibtisch-Kain“. Ein psychiatrisches Gutachten im Fall Eichmann und seine Folgen. In: Christian Ernst, Patrick Eser (Hrsg.): Der Fall Eichmann transnational. Gesellschaftliche und kulturelle Wirkungen in Deutschland, Israel und Südamerika. De Gruyter, 2024, S. 233–248.Vgl. zu den von Eichmann angefertigten Testzeichnungen: „Ein Angreifer, zu nackter Grausamkeit fähig“ Der Spiegel, 8. Januar 1978. sowie Colin Robin.

Literatur Christoph Schneider: Der unverbesserte Nazi. Eichmann im Dokumentarfilm. Einsicht 05 Bulletin des Fritz Bauer Instituts 2011, S. 55–61 PDF.

Weblinks

„Erscheinungsform Mensch“: Adolf Eichmann. filmportal.de.

Einzelnachweise

Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Schwarzweißfilm Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Filmtitel 1979 Kategorie:Eichmann-Prozess Kategorie:Holocaust-Film