Das frühere Kinderheim – alternativ Ferienheim, Kindererholungsheim oder Schullandheim genannt – ist ein Bauwerk in Speyerbrunn. Es steht unter Denkmalschutz.
Lage
mini|links|Früheres Kinderheim (linke Bildmitte), rechts die katholische Kirche St. Wendelinus und St. Hubertus
Das Gebäude mit der Hausnummer 5 steht auf der Nordseite der Johanniskreuzer Straße, die mit der Landesstraße 499 identisch ist, am Südfuß des Riesenberg. Etwas weiter östlich befindet sich die katholische Kirche St. Wendelinus und St. Hubertus, etwas weiter westlich das frühere Schulhaus und weiter südwestlich das frühere Forsthaus Speyerbrunn. Etwas weiter südlich fließt der Speyerbach, der kurz zuvor durch den Zusammenfluss von Erlenbach und Schwarzbach entsteht. In unmittelbarer Nähe südwestlich befindet sich der Speyerbrunner Woog.
Beschreibung Das Bauwerk ist ein Mansarddachbau im barockisierendem Heimatstil, der in den Jahren 1908 und 1909 entstand. 1916 folgte ein Umbau und eine Erweiterung.
Geschichte
Das Gebäude wurde 1908 als „Pasquay’sches Kurhaus“ am Platz eines früheren Gebäudes errichtet. Am 5. November 1915 erwarb der Verein Pfälzische Ferienheime das Anwesen und baute es in ein Ferienheim für Jungen um. Am 24. Juni 1916, vor Abschluss der Bauarbeiten, wurden 29 männliche Jugendliche einquartiert. Am 4. Oktober desselben Jahres wurde die Einrichtung offiziell eingeweiht.
mini|Kinderheim im Jahr 1920
Während des Dritten Reichs übernahm die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt das Gebäude und brachte während der Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg vorübergehend Kinder darin unter.
Nach dem Krieg gelangte das Heim in den Besitz des Vereins Pfälzer Fereinheime e. V., der es als „Kindererholungsheim Speyerbrunnerhof“ vermarktete. Dieser beschloss Anfang der 1970er Jahre seine Auflösung. 1972 wurde das Heim geschlossen und das Gebäude am 25. Juni 1973 verkauft.
Danach wurde es eine Zeit lang als Seminar- und Wohnhaus einer Künstlerfamilie aus Neustadt an der Weinstraße genutzt und im Anschluss für Spätaussiedler aus Osteuropa vermietet, ehe es 1991 verkauft wurde. Mittlerweile steht es leer und befindet sich in einem heruntergekommenen Zustand.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Bauwerk in Elmstein Kategorie:Kulturdenkmal in Elmstein Kategorie:Erbaut 1909 Kategorie:Umgenutztes Bauwerk im Landkreis Bad Dürkheim Kategorie:Bauwerk des Heimatstils in Rheinland-Pfalz Kategorie:Wohngebäude im Landkreis Bad Dürkheim Kategorie:Neobarockes Bauwerk in Rheinland-Pfalz