Sisko Kaarina Kaikkonen (* 1952 in Iisalmi) ist eine finnische Installationskünstlerin. Sie gilt als eine der Pionierinnen der Umweltkunst in Finnland und eine der bekanntesten zeitgenössischen Kunstschaffenden Finnlands. Sie lebt in Helsinki.

Leben mini|Kaarina Kaikkonens Werk „Shadows“, Tampere 2020 Kaarina Kaikkonen studierte von 1978 bis 1983 an der Akademie der Bildenden Künste in Helsinki. Sie studierte auch Medizin und Physik an der Universität in Kuopio.

Kaarina Kaikkonen beginnt ihre künstlerische Laufbahn als Malerin. Sie zeichnet immer wieder Spiralen und Vögel, die die menschliche Präsenz symbolisieren.

Zu Beginn ihrer Karriere umgibt sie sich hauptsächlich mit Alltagsgegenständen, um ihre Skulpturen zu gestalten. Ihre Arbeit basiert auf dem kollektiven Gedächtnis und den prägenden Ereignissen der Vergangenheit. Mitte der 1980er Jahre begann sie, monumentale Werke zu schaffen, wie beispielsweise das In-situ-Projekt, für das die Künstlerin ihre Kreationen an den verfügbaren Raum anpasste.

Im Juni 2000 schloss sich Kaarina Kaikkonen mit einer Gruppe von Studenten der Hochschule für Kunst und Design Helsinki zusammen, um auf den Stufen der Kathedrale von Helsinki eine Installation aus 3000 Herrenjacken zu errichten.

Seitdem hat Kaarina Kaikkonen weitere spektakulären Installationen realisiert. Gebrauchte Kleidung, die gesammelt oder gekauft wurde, ist nach wie vor das wichtigste Medium der Künstlerin. Diese Kleidung stellt einen Bezug zu ihren früheren Besitzern her. So symbolisiert das Hemd für die Künstlerin den vorzeitigen Tod ihres Vaters.. Als Eigentum von Personen, deren Identität unbekannt bleibt, zeugen die Kleidungsstücke von menschlicher Präsenz und der Erinnerung an ihr Dasein. Sie experimentiert auch mit anderen Werkstoffen wie verstärktem Kunststoff, Glasfaser, Papier oder Bronze, wie bei der 2004 in Lapinlahti aufgestellten Skulptur Korkea veisu.

Auf Wunsch von Museen und Institutionen schmückten die Installationen von Kaarina Kaikkonen verschiedene kulturelle Hochburgen wie die Eremitage (Sankt Petersburg), das John F. Kennedy Center in Washington, D.C. oder das Museo de la Memoria y los Derechos Humanos in Chile.

Installationen Kaarina Kaikkonen hat unter anderem folgende Installationen realisiert:

Flying Rivers, John F. Kennedy Center for the Performing Arts, Washington, 2023 Blickachsen 12 im Kurpark Bad Homburg, 2019 Kaarina Kaikkonen, Festival Les Boréales, Musée des Beaux-arts de Caen, 2017 Kaarina Kaikkonen, Galerie Forsblom, Helsinki, 2017 Are We Still Afloat?, John F. Kennedy Center for the Performing Arts, Washington, 2017 We Share A Dream, Buffalo AKG Art Museum, Buffalo, 2015 A Waltz to Life, Kunstmuseum Didrichsen, Helsinki, 2015 Whereabouts, Galerie Forsblom, Helsinki, 2014 Touching The Sky, CentroCentro, Madrid, 2014 Huellas y Dialogos, Museo de la Memoria y los Derechos Humanos, Chile, 2013 Are We Still Going On?, Collezione Maramotti, Reggio Emilia, Italien, 2012–2013 Kaarina Kaikkonen, K11 Art Space, Shanghai, 2013. Having Hope, Z20 Galleria, Rom, 2012. Towards Tomorrow, MAXXI – Museo nazionale delle arti del XXI secolo, Rom, 2012 Olisin halunnut puhjeta kukkaan, Galerie Forsblom, Helsinki, 2011 As A Tree I Can Feel The Wind, Special Project, Art Miami, Miami, 2011 Kaarina Kaikkonen, l’Espal, Le Mans, 2008 Inner Borders, Eremitage (Sankt Petersburg), 2007 Konturen in Raum und Zeit: die finnischen Künstler Kaarina Kaikkonen und Pekka Paikkari, Schloss Rastatt, 2002

Preise und Auszeichnungen 1978: Iisalmi City Art Prize 1989: Finnischer Staatspreis für Bildende Kunst (Kuvataiteen valtionpalkinto) 2001: Finnland-Preis (Suomi-palkinto) des finnischen Ministeriums für Bildung und Kultur 2004: Publikumspreis bei Den Haag Sculptuur 2013: Ritter 1. Klasse des Ordens des Löwen von Finnland

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Träger des Ordens des Löwen von Finnland Kategorie:Installationskünstler (Finnland) Kategorie:Finne Kategorie:Geboren 1952 Kategorie:Frau