Mutt-Lon (bürgerlich Daniel-Alain Nsegbe; * 1973 in Bafia) ist ein kamerunischer Schriftsteller. Er wurde mit seinem Debütroman Ceux qui sortent dans la nuit (2013) bekannt, für den er 2014 mit dem Prix Ahmadou-Kourouma ausgezeichnet worden ist. Zu seinen weiteren Werken zählt der Historienroman Les 700 aveugles de Bafia (2020).
Leben Mutt-Lon wuchs in Bafia auf und studierte an der Universität Yaoundé. Vor seiner literarischen Laufbahn arbeitete er zunächst als Mathematiklehrer und anschließend als Cutter/Editor beim staatlichen Fernsehen CRTV in Yaoundé. Sein Pseudonym „Mutt-Lon“ stammt aus der Bassa-Sprache und bedeutet – nach eigener Erklärung – „Mensch des Landes“.
Wirken Mit Ceux qui sortent dans la nuit (2013) verband Mutt-Lon Motive um die „ewusus“ (Hexer) mit Reflexionen über Moderne, Tradition und Wissenschaft; das Buch wurde 2014 in Genf mit dem Prix Ahmadou-Kourouma ausgezeichnet. Es folgte der Roman La Procession des charognards, den er in Kamerun bei den Éditions Clé veröffentlichte. Im Jahr 2020 erschien bei Emmanuelle Collas der Historienroman Les 700 aveugles de Bafia, der die Folgen einer medizinischen Fehlbehandlung während der kolonialen Schlafkrankheitsbekämpfung thematisiert. Das Buch wurde in der frankofonen Presse als kraftvoller, politisch wacher Roman vorgestellt, der einen verdrängten historischen Fall ins Gedächtnis ruft. Eine englische Übersetzung von Amy B. Reid erschien 2022 unter dem Titel The Blunder bei Amazon Crossing; im selben Jahr folgte eine arabische Ausgabe.
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Kameruner Kategorie:Geboren 1973 Kategorie:Mann