mini|Schloss Dießfurt (2017) Dießfurt ist ein Gemeindeteil (Kirchdorf) und eine Gemarkung der Oberpfälzer Stadt Pressath im Landkreis Neustadt an der Waldnaab von Bayern.
Geographie Das Kirchdorf Dießfurt liegt 4 Kilometer südöstlich vom Pressath nahe der Bundesstraße 470. Die Haidenaab umfließt den Ort im Osten.
Die Gemarkung Dießfurt (094270) hat eine Fläche von 8,012 km² und 384 Einwohner.
Geschichte Mit dem Eisenwerk Dießfurt wurde am 23. Oktober 1346 von dem Amberger Vitztum Reinhard von Sickingen der Marquart der Zollhosen belehnt. 1387 hat der Amberger Bürger Chunrad Wolzenhofer den Hammer in seinen Händen. 1468 kauft diesen der Sebald Kress von seinem Schwiegervater Heinrich Löhneisen.Franz Michael Ress (1960): Bauten, Denkmäler und Stiftungen deutscher Eisenhüttenleute (verfasst im Auftrage des Vereins Deutscher Eisenhüttenleute). Verlag Stahleisen, Düsseldorf, S. 116.
Die drei bei Pressath gelegenen Eisenhämmer Troschelhammer, Dießfurt und Pechhof bildeten nach der Mitte des 15. Jahrhunderts eine zusammenhängende Gutseinheit. Das Schloss Dießfurt war vor dem Dreißigjährigen Krieg mit einem gemauerten Ringgraben versehen, auch eine Brauerei und Bierausschank gehörten zu dem Gut.
In Dießfurt wurde in Folge des bayerischen Gemeindeedikts von 1818 eine Ruralgemeinde gebildet. Dießfurt (mit dem am 1. April 1949 eingegliederten Ort Troschelhammer) wurde am 1. Mai 1978 nach Pressath eingemeindet.
Die moderne Kirche in Dießfurt wurde vom 1960 gegründeten Kirchenbauverein Dießfurt e.V. erbaut.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Waldnaab Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Neustadt an der Waldnaab) Kategorie:Geographie (Pressath) Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)