Lada Umstätter (geboren als Lada Mamedova in 1971 in Moskau, Sowjetunion) ist eine Schweizer Kunsthistorikerin und Kuratorin. Sie ist seit 2023 Direktorin der Haute école d’art et de design (HEAD) in Genf.
Berufsweg Lada Umstätter wuchs in Moskau mit zwei Schwestern auf.Aurore de Granier: Lada Umstätter, à la tête de la HEAD. In: gooutmag.ch, 17. Juni 2022; abgerufen am 26. September 2025 (französisch). Sie absolvierte von 1988 bis 1995 ein Diplomstudium der Kunstgeschichte an der Lomonossow-Universität Moskau und war 1993/1994 Gaststudentin der Hebräischen Universität Jerusalem, wo sie mit dem Golda-Meir-Preis für junge Wissenschaftlerinnen ausgezeichnet wurde. Von 1996 bis 2002 war sie am Staatlichen Forschungsinstitut für Kunstgeschichte in Moskau tätig, wo sie 2003 mit der Dissertation Religiöse Kunst in Frankreich in den 1920er bis 1950er Jahren. Die Kirche Notre-Dame de Toute Grâce in Assy promoviert wurde. Mit Stipendien der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und der Hans-Wilsdorf-Stiftung arbeitete sie an der Universität Genf an einer Dissertation über Alexandre Cingria und die Probleme religiöser Kunst des 20. Jahrhunderts. Der Schweizerische Nationalfonds unterstützte sie 2003/2004 bei einem einjährigen Aufenthalt in den Vereinigten Staaten.Curriculum Vitae. Lada Umstätter (-Mamedova). In: okam-design.com, abgerufen am 26. September 2025 (französisch).
Umstätter war von 1986 bis 1988 Praktikantin am Puschkin-Museum in Moskau. Am Bachruschin Theatermuseum war sie assistierende Kuratorin bei einer Ausstellung über die Russische Avantgarde und Alexandra Exter. In gleicher Funktion war sie anschliessend bis 1997 am Rhode Island School of Design Museum tätig. Von 1998 bis 2009 klassifizierte sie die Kupferstichsammlung des Genfer Künstlers Henri Presset und erstellte den zweiten Bandes des Werkverzeichnisses.
Umstätter war von 1999 bis 2006 Dozentin an der Universität Genf sowie von 2007 bis 2017 Direktorin des Kunstmuseums in La Chaux-de-Fonds.Lada Umstätter est la nouvelle directrice de la HEAD – Genève. In: hesge.ch, abgerufen am 26. September 2025 (französisch). In dieser Zeit kuratierte sie eine Ausstellung über Russische Maler und Reisende des 19. Jahrhunderts am Musée d’art et d’histoire in Genf und leitete ein Projekt über die sowjetische Gesellschaft am dortigen Musée d’ethnographie. An der Volkshochschule in Neuenburg war Umstätter zudem 2010/2011 Dozentin. Als leitende Kuratorin für Bildende Kunst wechselte sie 2017 an das Genfer Musée d’art et d’histoire.
Umstätter erhielt 2022 die Berufung als Direktorin der Genfer Hochschule für Kunst und Design (HEAD). Als Nachfolgerin von Jean-Pierre Greff übernahm sie Anfang Januar 2023 die Leitung. Sie ist auf zeitgenössische Schweizer und europäische Kunst spezialisiert. Sie hat mehrere Bücher verfasst, an zahlreichen Publikationen mitgewirkt und über 80 Ausstellungen kuratiert.
Umstätter ist verheiratet und hat auch die französische sowie russische Staatsbürgerschaft.
Schriften (Auswahl) Sovetskie mul’tfilmy i ix rol’ v povsednevdnoi jizni sovetskogo obtchestva. Moskau 2012. 1001 bols. Céramique contemporaine. Voyage autour du monde de l’Inde en Suisse. La Revue de la Céramique et du verre, 2010. Peintres et voyageurs russes du XIXème siècle. Somogy, 2008. Etudes transversales. Mélanges en l’honneur de Pierre Vaisse. Lyon, 2005. Francuzskoe religioznoe iskusstvo pervoj poloviny XX veka. Cerkov’ Notre-Dame de Toute Grâce d’Assy. Moskau 2003.
Weblinks Aurore de Granier: Lada Umstätter, à la tête de la HEAD (Interview). In: gooutmag.ch, 17. Juni 2022 (französisch).
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