mini|Thomas-Müntzer-Straße 43 Das Haus Thomas-Müntzer-Straße 43 ist ein historistisches Wohnhaus in der Westvorstadt von Weimar.
Geschichte und Beschreibung Zur Bauzeit hieß die Thomas-Müntzer-Straße Wörthstraße.Gitta Günther, Rainer Wagner: Weimar. Straßennamen. RhinoVerlag, Ilmenau 2012, S. 127, ISBN 978-3-939399-49-0. Der Neorenaissancebau wurde 1899/1900 im Auftrag des Bauunternehmers Oskar Riede errichtet. Die Pläne kamen vom Architekten Wilhelm Müller. Die Grundfläche ist verhältnismäßig klein. Das zweigeschossige Gebäude entspricht in seiner Bauweise mit steinernem Erdgeschoss und Obergeschoss aus Holzfachwerk und Tuffsteinvorlage den zeitgenössischen Konventionen. Die Straßenfronten über dem gebänderten Sockel sind glatt verputzt und werden durch wenige Details sparsam gegliedert. Die Lisenen dienen der geschossübergreifenden Gliederung und setzen das östliche Wandfeld vom Kernbau ab, über dem sich ein geschosshoher Aufbau mit gedrückter Kuppelhaube erhebt und das mit gaubenbesetzte Mansarddach durchbricht. Dieser Aufbau war ursprünglich im unteren Bereich mit Schiefer bedeckt und im oberen mit einer Holzelementdeckung versehen. An der Südseite befindet sich ein Garten, wo dem Gebäude ein zweiachsiger Austritt angefügt ist. An der Westseite befindet sich der Hauseingang in einem Treppenhausrisaliten. Wenngleich als Villa konzipiert, bot der Bau Separierungsmöglichkeiten zur Einrichtung von Wohnungen und damit der getrennten Vermietung der Etagen. Die Ausstattung der Bauzeit blieb weitgehend erhalten.Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.2.: Stadterweiterung und Ortsteile, E. Reinhold, Erfurt 2009, S. 828. Den Adressbüchern von 1914–1917 zufolge befand sich hier der Sitz des Gustav Kiepenheuer Verlages.Siegfried Lokatis, Ingrid Sonntag (Hrsg.): 100 Jahre Kiepenheuer Verlage. Ch. Links Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-86153-635-2, S. 37.
Einzelnachweise
Weblinks
Kategorie:Wohngebäude in Weimar Kategorie:Kulturdenkmal in Weimar Kategorie:Erbaut 1900