Cieszyniec () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Godkowo (Landgemeinde Göttchendorf) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing).

Geographische Lage Cieszyniec liegt an der Wąska (Weeske) im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, acht Kilometer östlich von Kreisstadt Pasłęk (Preußisch Holland) bzw. 24 Kilometer südöstlich der heutigen Kreismetropole Elbląg ().

Geschichte Das frühere Teschenwalde war ein Ort mit einem Gut und einer Wassermühle,Dietrich Lange: Teschenwalde, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen wenige Kilometer südöstlich liegt Stary Cieszyn (Alt Teschen) und bis 1945 auch die gleichnamige Försterei Teschenwalde.Kein polnischer Name bekannt

Teschenwalde wurde 1785 als ein Schatullgut mit Papiermühle und zwei Feuerstellen genannt, 1820 als ebensolches, mit vier Feuerstellen bei 27 Einwohnern.

Im Jahre 1874 wurde der Gutsbezirk Teschenwalde in den neu errichteten Amtsbezirk Behlenhof (polnisch Bielica) im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg, aufgenommen.Rolf Jehke: Amtsbezirk Behlenhof 39 Einwohner zählte das kleine Gutsdorf im Jahre 1910.Meyers Gazetteer: Teschenwalde (Gut)

Am 30. September 1928 verlor Teschenwalde seine Eigenständigkeit und wurde mit dem Gutsbezirk Behlenhof zur neuen Landgemeinde Behlenhof vereinigt.

1945 wurde das gesamte südliche Ostpreußen in Kriegsfolge an Polen abgetreten. Teschenwalde erhielt die polnische Namensform „Cieszyniec“ und ist heute eine Ortschaft im Verbund der Landgemeinde Godkowo (Göttchendorf) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Religion Bis 1945 war das Gut Teschenwalde in das Kirchspiel der evangelischen Kirche Hermsdorf (polnisch Osiek) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 471 außerdem in die römisch-katholische Pfarrei St. Josef in der Stadt Preußisch Holland (polnisch Pasłęk) eingegliedert.

Heute gehört Cieszyniec zur evangelischen St.-Georgs-Kirche Pasłęk, einer Filialkirche der Pfarrei in Ostróda (Osterode) in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, sowie zur katholischen Pfarrei Osiek (Hermsdorf) im Dekanat Pasłęk I im Bistum Elbląg.

Verkehr Cieszyniec liegt an der verkehrsreichen Woiwodschaftsstraße 513, die Krosno (Krossen) mit den Städten Pasłęk (Preußisch Holland), Orneta (Wormditt) und Lidzbark Warmiński (Heilsberg) verbindet und bis nach Wozławki (Wuslack) führt. Von Słobity (Schlobitten) bzw. von Surowe (Schönau) kommende Nebenstraßen enden in Cieszyniec.

Die nächste Bahnstation ist Słobity, die noch bis 2004 im Regionalverkehr an der Bahnstrecke Malbork–Braniewo (Abschnitt der früheren Preußischen Ostbahn) angefahren wurde.

Einzelnachweise

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