Eva Nielsen (* 1983 in Les Lilas) ist eine französisch-dänische bildende Künstlerin, die derzeit in Paris lebt und arbeitet. Sie ist bekannt dafür, Siebdrucktechniken mit Öl und Tinte auf Leinwand zu kombinieren, um großformatige Gemälde zeitgenössischer Vorstadtlandschaften zu schaffen.
Leben Nach einem Master in European Studies und einem Bachelor in Moderner Literatur schloss sie 2009 ihr Studium an der École des Beaux-Arts de Paris ab. Als Gewinnerin eines Sokrates-Stipendiums im Jahr 2008, das ihr ein einjähriges Studium am Central Saint Martins in London ermöglichte, gewann sie 2009 den Prix Thaddaeus Ropac, der jungen Künstlern Unterstützung und Ausstellungsmöglichkeiten bietet.
Ihre Arbeiten wurden in Institutionen wie BNKR München, Los Angeles Contemporary Exhibitions (LACE), Fondation Louis Vuitton und Kunsthal Charlottenborg (Kopenhagen) ausgestellt. Im Jahr 2022 waren ihre Arbeiten Teil der 16. Lyon Biennale für zeitgenössische Kunst unter dem Titel Manifesto of Fragility.
Sie war Stipendiatin des LVMH Métiers d’Art Grant and Residency Programms 2021 und konnte sich dort mit handwerklichen Siebdrucktechniken vertraut machen. Im Jahr 2023 wurde sie Stipendiatin des Art Makers Program der BMW Group unter der Leitung der französischen Kuratorin Marianne Derrien, um eine Reihe von Werken mit Schwerpunkt auf der Camargue zu schaffen, die im selben Jahr in Einzelausstellungen bei den Rencontres d’Arles und Paris Photo gezeigt wurden.
Eva Nielsen unterrichtet seit 2022 an der Beaux-Arts de Paris und wird seit 2015 von der Pill Gallery in Istanbul vertreten.
Werk Eva Nielsen verwendet in ihren Gemälden Siebdruck, um Bilder von Gebäuden, verlassenen Vororten und verfallenen Infrastrukturen zu fragmentieren und neu zu arrangieren. Ihre hybriden Arbeiten wurde als „menschlich und mechanisch zugleich, wodurch eine sensible Komplexität entsteht“ beschrieben. Die französische Kunstkritikerin Anaël Pigeat schrieb 2012, dass dies zu einer Fragmentierung der Bildoberfläche beiträgt, die „buchstäblich und metaphorisch als Projektionsfläche, als Fenster zur Welt fungiert, das sowohl verbirgt als auch offenbart“. 2014 wurde sie vom Arts Magazine als eine der Vorreiterinnen der „neuen Welle“ in der französischen Malerei genannt, die sich um eine gemeinsame „spektrale Qualität“ dreht. Laut dem Kunstkritiker Clément Dirié bietet Eva Nielsen durch den Einsatz von Siebdruck, die Betonung von Negativraum und Unschärfe „Fallen für das Auge, Gefäße, in die man sich hineinversetzen kann, um sich selbst zu messen“. In ihrer Serie Insolare, in der sie „optische und hydrogeologische Phänomene mit der Belichtung, einer Technik, die im Siebdruck verwendet wird“, kombiniert, verweist Nielsen auf „die unglaubliche Komplexität des Verlusts in der Natur“.
Preise und Auszeichnungen 2009: Prix des Amis des Beaux-Arts / Thaddeus Ropac Preis 2014: Art Collector Prize 2017: Nominiert für den Preis des Vereins Archives of Women Artists, Research & Exhibitions (AWARE) 2017: Finalistin beim Prix Meurice pour l'art contemporain 2021: Stipendien- und Residenzprogramm von LVMH Métiers d'Art 2022: Nominiert für den Prix Fondation d’entreprise Ricard 2023: Preisträgerin des Art Makers Program der BMW Group 2025: Prix Marcel Duchamp
Ausstellungen Zu den Einzelausstellungen von Eva Nielsen gehören: Insolare, BMW Art Makers Preis, Rencontres photographiques d'Arles und Paris Photo, Paris (2023) Intarsia III, The Pill Gallery, Istanbul (2023) Intarsia II, Galerie Jousse Entreprise, Paris (2022) Intarsia I, Ausstellung LVMH Residency, Forma, Paris (2022) Hypersurface, Le Point Commun, Annecy (2020) Evergreen Plaza, Maison Salvan, Labège (2019) Cosmovisions, The Pill Gallery, Istanbul (2018) Hard Sun, The Cabin, Los Angeles (2017)
Ihre Arbeiten wurden in Gruppenausstellungen gezeigt, darunter: Voir en peinture, Musée d'art moderne et contemporain (MASC), Les Sables-d’Olonne (2023) Immortelle, Montpellier Contemporain (MO.CO), Montpellier (2023) Manifesto of Fragility, 16. Lyon Biennale (2022) Horizones, 23. Preis der Fondation Pernod Ricard, Paris (2022) The Architecture of, BNKR München, im Hochbunker Ungererstraße in München (2022) 20 ans – 20 œuvres, Les Abattoirs, Toulouse (2020) 10 ans de créations contemporaines, Musée Départemental de la Tapisserie, Aubusson (2020) Fragments Éphémères, Fondation Schneider, Wattwiller (2020) Persona Grata?, MAC/VAL, Vitry-sur-Seine, Val-de-Marne (2019) 16. Internationale Triennale für Wandteppiche, Central Museum of Textiles, Łódź (2019) Some of us, Kunstwerk Carlshütte (Büdelsdorf) (2019) Recto-Verso #2, Fondation Louis Vuitton, Paris (2018) Plymouth Contemporary Biennial, Peninsula University & Karst (2017) Les épis Girardon, Moly Sabata, Albert Gleizes Fondation, Sablons (2017) Painting, She said, Musée d’art contemporain de la Haute-Vienne im Schloss Rochechouart (2015)
Einzelnachweise
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