Fortunat von Juvalta (auch Fortunatus von Juvalta; * 16. August oder 18. August 1567 in Zuoz; † 15. Mai 1654 ebenda) war ein Schweizer Staatsmann.
Leben Juvalta, Sohn des Landammanns des Oberengadins Wolfgang von Juvalta, besuchte von 1582 bis 1584 das Gymnasium bei St. Anna in Augsburg. Obwohl er reformierter Protestant war, studierte er von 1585 bis 1587 an der von den Jesuiten dominierten Universität Dillingen.
Juvalta kehrte in seine Heimat zurück und trat bei seinem Onkel, dem Bischof von Chur Peter Rascher, in den Staatsdienst ein. Er war Kanzler im Veltlin und durch zwanzig Jahre hinweg Landvogt des Domleschgs in Fürstenau. Da er sich in den Bündner Wirren zurückhielt, wurde er mehrfach als Diplomat eingesetzt, so beispielsweise bei den Verhandlungen zum Mailänder Kapitulat 1639, bei der Rückgabe des Veltlins oder beim Thusner Strafgericht.
Juvalta setzte sich 1641 zur Ruhe und begann in lateinischer Sprache seine Erinnerungen aufzuzeichnen, die er 1649 als Commentarii vitae abschloss. Er gilt neben Fortunat Sprecher und Herkules von Salis als Hauptquelle für die damalige Zeitgeschichte.
Werke Commentarii vitae et selecta poemata. Otto, Chur 1823 (erstmals 1649). Conradin von Mohr (Übers.): Denkwürdigkeiten des Fortunat von Juvalta. Hitz, Chur 1848. Herrn Fortunats von Juwalte Hinterlassene Beschreibung der Geschichte Gemeiner drey Bünde vom Jahre 1592 bis 1649. Herausgegeben von Heinrich Ludwig Lehmann. Wagner, Ulm 1781.
Literatur
Weblinks
Fortunat von Juvalta in der Oberdeutschen Personendatenbank
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